Der THW Kiel hat dem HSV Hamburg am 2. Spieltag der DKB Handball-Bundesliga bereits die zweite Niederlage zugefügt und damit dessen Fehlstart perfekt gemacht.

Das Team von Alfred Gislason setzte sich in einer nicht immer hochklassigen, aber intensiven Partie mit 32:26 (16:14) in Hamburg durch.

Bester Werfer auf Seiten des Gastgebers war Hans Lindberg mit acht Treffern, bei den "Zebras" ragte Marko Vujin mit zehn Toren heraus.

Unter den Augen von Bundestrainer Martin Heuberger fingen die beiden neuformierten Teams fahrig an, die beiden Keeper Johannes Bitter (HSV) und Johan Sjöstrand zeichneten sich mit starken Paraden immer wieder aus.

Den ersten nennenswerten Vorsprung (12:7) spielten sich die Kieler Mitte der ersten Hälfte heraus, als der HSV zahlreiche Fehler und überhastete Angriffe aufs Parkett brachte.

HSV-Coach Martin Schwalb rief zur Auszeit und prompt fing sich sein Team. Die Folge: Ein 5:0-Lauf der Hamburger und eine aggressivere, kompaktere Defensive.

Auch in der 2. Hälfte waren es die Torhüter, die mit ihren Paraden das Spiel bestimmten.

Die Spannung in der Hamburger O2-World war greifbar, die Partie eng und kampfbetont. Den ersten Ausgleich in Hälfte zwei erzielte Lindberg in der 46. Minute per Siebenmeter.

Mit einem kurzen Zwischenspurt, vor allem durch tolle Einzelaktionen von THW-Kapitän Filip Jicha, ging der THW wieder mit drei Toren in Führung.

In der Folge fehlte beim HSV die Bewegung im Angriff und im Kasten hielt Kiels zweiter Keeper Andreas Palicka nahezu jeden Ball. Das 30:25 (54.) durch Gudjon Valur Sigurdsson brachte letztlich die Entscheidung.

Titelverteidiger Kiel nahm erfolgreich Revanche für die 33:39-Niederlage im Halbfinale der Königsklasse am 1. Juni und setzte sich mit seinem dritten Sieg im dritten Spiel in der Spitzengruppe der Liga fest.

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