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Der schwer angeschlagene Spitzenklub HSV Hamburg kämpft weiter um die Lizenz für die Saison 2014/15.

Die Vereinsführung beschloss am Donnerstagabend nach vierstündiger Sitzung, den Gang vor das unabhängige Schiedsgericht der Bundesliga zu prüfen.

Zuvor soll jedoch ein Sportrechtler die Chancen des HSV beurteilen. Die Handball-Bundesliga hatte dem Champions-League-Sieger von 2013 die Spielerlaubnis in zwei Instanzen verweigert.

"Wir haben beschlossen, den Gang vor das Schiedsgericht intensiv zu prüfen. Wir haben einen Externen identifiziert, von dem wir überzeugt sind, dass er uns eine zuverlässige Einschätzung geben kann", sagte HSV-Präsident Frank Spillner via Vereinsmitteilung am Freitag.

Erst nach Pfingsten soll entschieden werden, ob ein Gang in die letzte Instanz realistisch ist oder nicht.

Die Frist für einen Einspruch läuft am kommenden Mittwoch ab. Der Termin einer möglichen Verhandlung wäre zwischen dem 25. und 30. Juni.

Falls das Schiedsgericht die Entscheidung des Liga-Präsidiums bestätigt, steht die Star-Auswahl um Kapitän Pascal Hens als Zwangsabsteiger aus der Bundesliga fest.

Da kein vorsorglicher Lizenzantrag für die Zweite Liga gestellt wurde, bliebe dem HSV nur die Möglichkeit, in der Dritten Liga anzutreten.

"Ein Gang in die Dritte Liga ist zwar nicht unsere erste Priorität, aber wir werden vorsorglich bis Mittwoch den entsprechenden Antrag gestellt haben", sagte HSV-Geschäftsführer Holger Liekefett: "Wir prüfen hier jede Option."

Trotz ausstehender April- und Mai-Gehälter haben die Verantwortlichen die Hoffnung noch nicht aufgegeben. "Der HSV ist noch nicht insolvent", sagte Interimspräsident Frank Spillner der Bild-Zeitung: "Aber in dieser Frage rechnen wir von Tag zu Tag."

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