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Uwe Schwenker bestritt 72 Länderspiele für Deutschland © imago

Uwe Schwenker ist überzeugt, dass er den anvisierten Job als Präsident der DKB HBL unbelastet ausüben kann.

"Aus meiner Sicht ganz sicher und alle anderen müssen sich fragen, ob sie sich moralisch und persönlich über Recht und Gesetz stellen wollen", sagte Schwenker im Interview mit SPORT1.

Schwenker wurde 2009 angeklagt, das Champions-League-Finale 2007 durch Schiedsrichterbestechung manipuliert zu haben. Vier Jahre danach wurde Schwenker in allen Anklagepunkten freigesprochen.

"Es ist eine demokratische Wahl am Donnerstag", hielt Schwenker fest: "Da werden wir sehen, wie die Mitgliedsvereine das bewerten. Für die Klubs, die mich wegen einer Kandidatur gefragt haben, spielt es sicher keine Rolle. Die haben als Entscheidungsgrundlage die Interessen der DKB HBL im Fokus und sind der Meinung, dass ich mit meiner Erfahrung und meinem Netzwerk den Interessen des Ligaverbandes helfen kann."

Am Donnerstag will er sich nun als Nachfolger von Reiner Witte zum Präsidenten der DKB HBL wählen lassen.

Als Präsident will er zunächst die Interessenskonflikte innerhalb der ersten und zweiten Liga lösen. "Da gilt es, über den eigenen Tellerrand hinaus zu gucken und Gesamtinteressen des Handballs über Einzelinteressen zu stellen", sagte Schwenker.

Sollte Schwenker gewählt werden, würde er womöglich wieder auf den früheren Kiel-Trainer Noka Serdarusic treffen, mit dem er sich überworfen hat. Dieser ist als Bundestrainer in Gespräch.

Ob Schwenker mit dem Kroaten zusammenarbeiten würde, lässt er offen: "Im Moment sind wir ja noch nicht soweit. Ich muss auch nicht den zweiten vor dem ersten Schritt machen. Erst einmal muss ich die Wahl abwarten."

Trotz des WM-Aus der Nationalmannschaft ist Schwenker weiterhin gegen eine Quote für deutsche Spieler.

"Wir betreiben Leistungssport, und jeder, der im Sport an die Spitze kommen will, muss bereit sein, mehr zu tun als alle anderen. Dabei hat nahezu jeder die gleichen Voraussetzungen. Qualität wird sich durchsetzen", sagte Schwenker.

Schwenker war siebzehn Jahre lang Geschäftsführer des THW Kiel und formte den Klub in dieser Zeit zu Deutschlands Handballmacht. Kiel gewann in dieser Zeit 25 nationale und internationale Titel.

Hier gibt es das komplette Interview zum Nachlesen

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