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Uwe Schwenker war bis April 2009 Geschäftsführer von THW Kiel © getty

Unmittelbar vor der Wahl am Donnerstag in Düsseldorf will eine anonyme Opposition Uwe Schwenker als neuen Präsidenten der Bundesliga verhindern.

In einem an alle 38 Erst- und Zweitligisten verschickten und nicht unterzeichneten Brief, den die "Sport-Bild" in ihrer Mittwochausgabe abdruckt, heißt es wörtlich unter anderem: "Nach unserem Verständnis mangelt es dem möglichen Kandidaten erheblich an Seriosität für dieses Amt."

Schwenker hat von dem auf den 1. Juni datierten Schreiben Kenntnis. "Vor anonymen Denunzianten sind wir ja alle nicht gefeit, aber ich kann das nicht ernst nehmen", sagte Schwenker: "Das landet bei mir in der Ablage P."

In Düsseldorf wird am Donnerstag der Nachfolger des auf eigenen Wunsch aus dem Amt scheidenden HBL-Präsidenten Reiner Witte gewählt.

Schwenker ist von vielen Erst- und Zweitligisten gebeten worden, für dieses Amt zu kandidieren, er war auch 48 Stunden vor der Entscheidung der einzige Kandidat.

Der frühere Nationalspieler Uwe Schwenker war von 1992 bis 2009 Manager des deutschen Rekordmeisters THW Kiel.

Im Zuge der Manipulationsaffäre um das Champions-League-Finale 2007 zwischen dem THW und der SG Flensburg-Handewitt hatte er sein Amt im Juni 2009 niedergelegt.

Das Landgericht Kiel sprach ihn später vom Vorwurf der Untreue und der Schiedsrichterbestechung in allen Anklagepunkten frei.

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