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Uwe Schwenker spielte als Aktiver zwölf Jahre lang beim THW Kiel. © getty

Uwe Schwenker ist neuer Präsident der HBL. Auf der Mitgliederversammlung der HBL am Donnerstag in Düsseldorf wurde der frühere Nationalspieler und langjährige Manager des deutschen Rekordmeisters THW Kiel zum Nachfolger des seit 2008 amtierenden Reiner Witte mit deutlicher Mehrheit gewählt.

Am Montag sagte er noch im SPORT1-Interview: "Ich glaube, die Liga will einen Präsidenten, der authentisch ist und zu seinen Aussagen steht." Das kann er nun unter Beweis stellen.

Einen Gegenkandidaten gab es nicht. Witte stand aus persönlichen Gründen für eine dritte Amtszeit nicht mehr zur Verfügung.

"Unsere Klubs sind seit vielen Jahren zuverlässige Garanten für die sportlichen Erfolge des deutschen Handballs", sagte Schwenker in einer ersten Stellungnahme:

"Eine meiner Aufgaben wird es sein, dass wir aus dieser weltweit einmaligen Pole Position heraus verstärkt mit einer Stimme sprechen, um unsere und die Interessen des deutschen Handballs insgesamt zu vertreten. Dies kann nur im Konsens zum Erfolg führen."

Interessenkonflikte werde man künftig "ligaübergreifend und offen diskutieren, um dann das Gesamtinteresse der Liga und des deutschen Handballs insgesamt über Einzelinteressen zu stellen".

Das sieht Bernhard Bauer, der Präsident des Deutschen Handballbundes (DHB) nicht anders. "Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Uwe Schwenker", sagte Bauer:

"Er ist ein kompetenter Mann, und ich bin sicher, dass wir alle gemeinsam den Handball voranbringen werden. Wir schauen optimistisch in die Zukunft."

Schwenker ist Teil eines achtköpfigen HBL-Präsidiums, das sich aus Vertretern der 19 Erst- und 20 Zweitligisten zusammensetzt.

Die Amtszeit des Präsidenten beträgt drei Jahre, in dieser Zeit ist er als DHB-Vizepräsident stimmberechtigtes Mitglied im Präsidium des DHB.

Der 55-jährige Schwenker war in seiner aktiven Zeit, die er ausschließlich beim TV Grambke-Bremen (1978-1980) und beim THW Kiel (1980-1992) verbrachte, einer der besten Linksaußen der Welt.

Für Deutschland bestritt er 72 Länderspiele, in denen er 164 Tore erzielte. Bei Olympia 1984 in Los Angeles gewann er mit der deutschen Mannschaft die Silbermedaille.

Von 1992 bis 2009 war Uwe Schwenker Manager des THW Kiel. In seiner Amtszeit gewann der Verein insgesamt 25 nationale und internationale Titel.

Im Zuge des Champions-League-Finales 2007 zwischen Kiel und der SG Flensburg-Handewitt sah sich Schwenker mit mittlerweile juristisch ausgeräumten Bestechungsvorwürfen konfrontiert, die dazu führten, dass sein unbefristeter Vertrag in Kiel Ende Juni 2009 in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst wurde.

In der abgelaufenen Saison war Uwe Schwenker Berater beim Zweitligisten HC Empor Rostock.

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