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Auch mit 38 schwer zu stoppen: THW-Kapitän Stefan Lövgren zieht gegen Oliver Roggisch © imago

Nach dem dritten CL-Finaleinzug in Folge träumt der Meister vom Triple. Die Löwen schöpfen aus ihrem Sieg neue Hoffnung.

Mannheim - Als die Rhein-Neckar Löwen einen Sieg der Moral feierten, träumten die Meisterhandballer des THW Kiel bereits vom Triple.

"Jetzt wollen wir in der Königsklasse auch den Titel holen. Wir fühlen uns sehr stark und haben Selbstvertrauen ohne Ende", sagte Kiels Kapitän Stefan Lövgren nach dem erneuten Einzug ins Champions-League-Finale.

Die 30:31 (18:16)-Rückspielniederlage konnte er dabei locker verschmerzen.

Vier Tage nach dem Kantersieg (37:23) im Hinspiel schaffte der THW, für den Marcus Ahlm (8 Tore) vor 12.968 Zuschauern in Mannheim am besten traf, problemlos den dritten Finaleinzug in der Champions League in Serie (Spielbericht).

Die "Zebras" treffen in den Endspielen (23./24. Mai und 30./31. Mai) auf den Sieger zwischen dem HSV Hamburg und Titelverteidiger Ciudad Real/Spanien (DATENCENTER: Die Champions League).

Kiel hat zunächst Heimrecht

Gegen beide Klubs würde der frisch gekürte Meister aus Kiel nach den Regularien der Europäischen Handball-Federation (EHF) zunächst Heimrecht genießen.

Ciudad hatte am vergangenen Wochenende den ersten Vergleich gegen den HSV 30:29 gewonnen und geht als Favorit in das Rückspiel am Samstag in Spanien (HSV gibt sich Außenseiterchance) .

Kiels Trainer Alfred Gislason traut dem Bundesliga-Konkurrenten trotzdem einiges zu. "Sehr viele haben Hamburg schon abgeschrieben, aber sie können in Ciudad Real gewinnen. Mir ist der Gegner im Finale aber egal", meinte der Isländer.

Gislason heizt ein

Die Emotionen schlugen schon vor dem Spiel der Kieler bei den "Löwen" hoch.

"Ich musste nur die Namen Thorsten Storm und Jesper Nielsen nennen. Dann hat unsere Kabine gebrannt", meinte Gislason hinsichtlich der Manipulationsvorwürfe aus der Löwen-Ecke.

Neue Löwen-Chance im Pokal

Das zweite Triple des THW nach 2007 will aber ausgerechnet das Rhein-Neckar-Team verhindern. Im Halbfinale des DHB-Pokals treffen beide Klubs am 9. Mai im Final Four in Hamburg erneut aufeinander.

"Durch unseren Sieg haben wir Kiel das richtige Zeichen gesandt. Jetzt werden die Karten neu gemischt", sagte Löwen-Trainer Wolfgang Schwenke.

Auch Manager Thorsten Storm ist zuversichtlich: "Im Final Four ist alles möglich." Mariusz Jurasik (9) war in der SAP-Arena der überragende Werfer.

Reizfigur Nielsen

Derweil basteln die Verantwortlichen der Löwen schon an der Zukunft, in der das Team mit Branchenprimus Kiel auf Augenhöhe sein will.

"Der THW hat uns derzeit noch viel an Erfahrung voraus. Aber ich bin hier, um Titel zu gewinnen. Innerhalb der nächsten zwei Jahre soll es soweit sein", sagte der millionenschwere Löwen-Gesellschafter Jesper Nielsen.

Der Däne war im Vorfeld des brisanten Duells in den Fokus der Kieler Fans geraten, als er behauptet hatte, er schließe nicht aus, dass der THW auch jetzt noch Schiedsrichter besteche.

"Alle Hoffnungen" auf Stefansson

Nielsen setzt große Hoffnung in Neuzugang Olafur Stefansson, der nach der Saison von Ciudad Real zu den Löwen wechselt.

"Er wird der Führungsspieler bei uns, in ihn setzen wir alle Hoffnungen", sagte der Schmuck-Unternehmer.

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