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Die Kieler Profis mussten den Pokal Ciudad Real überlassen © getty

Sie sahen schon wie die sicheren Sieger aus, doch am Ende spielten die Nerven der THW-Asse im Hexenkessel von Ciudad Real nicht mit.

Ciudad Real - Der Traum des deutschen Handball-Rekordmeisters THW Kiel vom Triumph in der Champions League und damit dem zweiten Triple nach 2007 ist geplatzt.

Die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason unterlag am Sonntag wie im Vorjahresfinale beim alten und neuen Champions-League-Sieger Ciudad Real in einem dramatischen Rückspiel mit 27:33 (14:13).

Das Hinspiel in Kiel hatte der THW 39:34 gewonnen (Gutes Polster dank starkem Endspurt).

Für die Spanier ist es bereits der dritte Triumph in der Königsklasse nach 2006 und 2008.

Top-Start dank Omeyer

Im "Hexenkessel" der Quijote-Arena erwischten die trotz ihres Fünf-Tore-Vorsprung offensiv eingestellten Kieler einen guten Start (Filip Jicha im Sport1.de-Interview).

Vor allem der erneut überragende Torhüter Thierry Omeyer bot den Gästen bei ihrem dritten Champions-League-Finale in Folge mit allein vier Paraden innerhalb der ersten drei Minuten einen starken Rückhalt.

Hitzige Partie, Schiris solide

Beim Stand von 8:8 nach einer Viertelstunde wurde das Spiel hitziger und zunehmend wegen teilweise ruppiger Fouls von den Schiedsrichtern unterbrochen.

Die Kieler zeigten sich in dieser zerfahrenen Phase in ihrem Offensivspiel etwas verunsichert, konnten jedoch einen 14:13-Vorsprung in die Halbzeitpause retten und blieben damit die gesamte erste Hälfte über in Führung.

Nach dem Seitenwechsel mussten die Kieler die Gastgeber nach einer Vier-Tore-Führung aber wieder herankommen lassen. 15 Minuten vor Schluss nutzte Ciudad die sich häufenden Fehler des THW und erkämpfte sich beim 22:21 zum ersten Mal die Führung und zog anschließend sogar auf drei Tore davon (DATENCENTER: Die Champions League).

Erbarmungsloser Schlussspurt

In der hochdramatischen Schlussphase ging den zuvor so überzeugenden Gästen zusehends die Luft aus und die Defensive verlor die Stabilität, während Ciudad vom Publikum förmlich getragen wurde.

Mit einem erbamungslosen Schlussspurt machte der Titelverteidiger mit dem 33:27 den Triumph in der europäischen Königsklasse perfekt.

VfL muss Ehre retten

Nach dem Rückschlag für die Kieler hat der VfL Gummersbach am Montag (18.30 Uhr LIVESCORES) noch die Chance auf eine europäische Trophäe.

In der Kölner WM-Arena kann der Traditionsklub im Finale des EHF-Pokals gegen den slowenischen Klub RK Gorenje Velenje den ersten internationalen Titel seit 26 Jahren perfekt machen.

Im Europacup der Pokalsieger verlor die HSG Nordhorn nach dem 31:30 im Hinspiel in der Vorwoche das Final-Rückspiel am Samstag bei BM Valladolid 23:24 und verpasste den Triumph aufgrund der weniger erzielten Auswärtstore (Nordhorns trauriger Abschied).

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