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Schaffhausens Mait Patrail wurde im August mit Estland Junioren-WM-Zwölfter © imago

Der TBV spielt beim Wildcard-Turnier in Leon um den Einzug in die Champions League. Zum Auftakt geht es gegen Schaffhausen.

Von Julian Meißner

München - Nachdem die Bundesliga mit der Partie Flensburg gegen Göppingen in ihre 44. Saison gestartet ist, eröffnet der TBV Lemgo seine Spielzeit in Spanien.

Beim Wild-Card-Turnier in Leon kämpfen die Ostwestfalen von Freitag bis Sonntag um den Einzug in die Champions League.

Drei Partien gegen die Kadetten Schaffhausen aus der Schweiz, den slowenischen Top-Klub Celje und Gastgeber Ademar Leon stehen an.

Der Sieger des Turniers in Kastilien qualifiziert sich für die Königsklasse und landet in Gruppe D - unter anderem mit dem THW Kiel und dem FC Barcelona.

Den Auftakt macht für Lemgo, das im Falle eines Scheiterns im EHF-Cup startet, die Partie gegen Schaffhausen am Freitagabend.

Baur warnt vor den Kadetten

Trainer Markus Baur, als Spielertrainer einst selbst in der Schweiz bei Pfadi Winterthur aktiv, warnt vor dem vermeintlich leichtesten der drei Gegner: "Alle sagen, dass Schaffhausen eine leichte Aufgabe ist, aber da irren die Leute. Schaffhausen verfügt über eine gute Mannschaft. Etliche Spieler haben Länderspielerfahrung und an einem guten Tag können sie jedem Gegner gefährlich werden."

Dennoch kündigt er vor dem Duelll mit dem Schweizer Vize-Meister, der vor wenigen Tagen ein Testspiel beim HSV verlor, an: "Wir wollen und werden gegen sie gewinnen."

Supertalent im Rückraum

Zu den gefährlichsten Akteuren der Schweizer zählen der ehemalige Löwen-Rechtsaußen Jan Filip, Kreisläufer Iwan Ursic und besonders der Halblinke Mait Patrail. Der 21-jährige Este, Spitzname "Armageddon", gilt als eines der größten Rückraum-Talente der Welt und hat beim THW Kiel einen Vorvertrag unterschrieben.

Hinzu kommt mit Kadetten-Spielmacher Peter Kukucka ein alter Bekannter: Er stand vergangene Saison noch in Nordhorn unter Vertrag. Der Slowake zählte bei der WM 2009 in Kroatien zu den besten Vorbereitern des Turniers.

"Hexenkessel" sorgt für Heimvorteil

Kadetten-Manager Peter Leutwyler sagt zur Ausgangsposition seines Teams bei dem Turnier: "Von der Hierarchie her liegen alle auf gleicher Höhe. Leon rutscht wegen des Heimvorteils in eine leichte Favoritenrolle."

Die Vermutung ist nicht unbegründet: Im 6000 Zuschauer fassenden "Hexenkessel" Palacio de Deportes geht es in der Liga Asobal regelmäßig hoch her.

Ilyes und Larsson im Blickpunkt

Beim TBV sind bis auf Logi Geirrsson (Schulter) alle Mann an Bord. Zu ihren ersten Pflichtspieleinsätzen für Lemgo kommen Rückraumspieler Ferenc Ilyes und Torhüter Jesper Larsson, der für den gesperrten Martin Galia verpflichtet wurde.

Baur ist zuversichtlich: "Meine Mannschaft hat in den letzten Tagen einen sehr guten Eindruck im Training hinterlassen, alle waren höchst konzentriert. Wir werden alles dafür geben, dass wir in die Champions League einziehen."

Dafür soll am Freitag der erste Schritt getan werden, bevor es am Samstag gegen Celje weitergeht.

Am Sonntag winkt dem TBV bei optimalem Verlauf ein Endspiel um den Einzug in die Königsklasse gegen Gastgeber Ademar Leon.

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