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Bester Löwen-Vollstrecker in Sarajevo: Uwe Gensheimer © getty

Wie Kiel setzen sich die Rhein-Neckar Löwen an die Champions-League-Tabellenspitze. Der HSV liegt ebenso wieder auf Kurs.

Skopje - Der deutsche Meister THW Kiel hat auch im Hexenkessel von Skopje die Nerven bewahrt und hält in der Champions League Kurs auf das Achtelfinale.

Die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason feierte in der Vorrunden-Gruppe D beim am Ende souveränen 33:23 (14:12)-Erfolg beim mazedonischen Champion HC Vardar Skopje den dritten Sieg im dritten Spiel und eroberte damit die Tabellenführung.

Auch die Rhein-Neckar Löwen setzten sich an die Tabellenspitze.

In der Gruppe B kamen die Löwen beim bosnischen Meister HC Bosna Sarajevo zu einem lockeren 39:24 (20:10)-Sieg und führen mit 5:1 Punkten vor dem ungarischen Vertreter MKB Veszprem (4:2).

HSV wieder auf Kurs

Und auch der HSV Hamburg liegt in der Vorrundengruppe C wieder auf Achtelfinal-Kurs.

Nach der Heimniederlage gegen Titelverteidiger Ciudad Real besiegten die Norddeutschen den kroatischen Serienmeister HC Croatia Zagreb 35:26 (14:12) und weisen nach drei Spieltagen 4:2 Punkte auf.

Die ersten vier Teams der Sechser-Gruppe ziehen in die nächste Runde ein.

Bester HSV-Werfer war der Kroate Igor Vori mit sieben Toren gegen seinen ehemaligen Klub, Nationaltorhüter Johannes Bitter bot zudem eine starke Leistung.

Gensheimer glänzt

Gegen überforderte Gastgeber war Nationalspieler Uwe Gensheimer mit zehn Toren erfolgreichster Schütze der starken Löwen.

Der THW Kiel fand hingegen erst in den letzten 20 Minuten zu seiner Bestform.

"Teilweise haben wir uns das Leben selber schwer gemacht, schließlich hatten wir die Halle schon beruhigt. Am Ende war für uns nur das Ergebnis wichtig", sagte der schwedische Kreisläufer Marcus Ahlm.

Pause für die THW-Stars

Nach den Gala-Auftritten in der Königsklasse beim FC Barcelona (30:27) und in der Bundesliga beim Erzrivalen SG Flensburg-Handewitt (41:33) gönnte Gislason einigen seiner Stars eine Pause und ließ kräftig rotieren.

So blieb Welthandballer Thierry Omeyer 60 Minuten auf der Bank, seinen Platz im Tor nahm Peter Gentzel ein.

Der Schwede überzeugte mit 15 Paraden.

Narcisse von Beginn an

Auch im Angriff wirbelte Gislason seine Formation kräftig durcheinander.

Nach seiner Oberschenkelzerrung kam der Franzose Daniel Narcisse von Beginn an zum Einsatz.

"Wir haben viele harte Spiele hinter uns. Da muss man durchwechseln", meinte Gislason.

Fünf-Tore-Vorsprung schmilzt

Der THW setzte sich nach der Pause zwar schnell auf fünf Tore ab (36.), ließ die von 4000 Zuschauern lautstark angetriebenen Gastgeber allerdings noch einmal auf 19:20 herankommen (41.).

"Ich hatte aber nie das Gefühl, dass wir die Kontrolle verlieren", meinte Gentzel. Bester Werfer der Kieler war Filip Jicha mit neun Toren.

Nach dem Erfolg war auch Alfred Gislason gelassen. "Früher haben die Fans hier nicht mit Luftschlangen, sondern mit Münzen geworfen", so der Coach.

Die Stenogramme:

HSV Hamburg - HC Croatia Zagreb 35:26 (14:12)

Tore: Vori (7), Lindberg (5/4), Hens (4), M. Lijewski (4), Flohr (3), Schröder (3), Duvnjak (3), K. Lijewski (2), G. Gille (2) Jansen (2) für Hamburg Beste Werfer für Zagreb: Balic (6), Lazarov (6/1)Zuschauer: 7415

Vardar Skopje - THW Kiel 23:33 (12:14)

Tore: Jicha (9/3), Sprenger (5), Anic (5), Narcisse (4), Ilic (3/1), Klein (2), Lundström (2), Andersson (1), Ahlm (1), Palmarsson (1) für KielBester Werfer für Skopje: Pecakovski (8)Zuschauer: 4000

HC Bosna Sarajevo - Rhein-Neckar Löwen 24:39 (10:20)

Tore: Gensheimer (10/4), Myrhol (5), Harbok (5), Manojlovic (4), Gudjonsson (4), Prieto (3), Groetzki (2), Stefansson (2/1), Müller (1), Alvanos (1), Sigudsson (1), Roggisch (1) für die Löwen Zuschauer: 3000

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