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Der Hamburger Spielmacher Domagoj Duvnjak (l.) begann seine Karriere bei RK Zagreb © imago

Beim Sieg über Croatia Zagreb stechen beim HSV ausgerechnet zwei Kroaten heraus. Zagrebs Superstar Balic schwört auf Revanche.

Von Jürgen Blöhs

Hamburg - Beim Spiel HSV Hamburg gegen den HC Croatia Osiguranje-Zagreb bekamen die 7415 Besucher der Color Line Arena eine komplette kroatische Landesauswahl zu sehen.

Doch am Ende feierten nur zwei Spieler aus dem Kader des Vize-Weltmeisters: Domagoj Duvnjak und Igor Vori hatten mit ihren Treffern zum 1:0 und 2:1 den am Ende klaren 35:26 (14:12)-Erfolg für die Hamburger eingeläutet. (DATENCENTER: Champions League)

Beide waren vom kroatischen Abonnements-Meister, der seit der Gründung der Premijer Liga alle 19 Meisterschaften gewonnen hat, zu Saisonbeginn in die Hansestadt gekommen.

Lob für Bitter

Während Vori, mit sieben Toren treffsicherster Hamburger, seine Treffer cool abhakte, feierte Duvnjak jedes Erfolgserlebnis ausgelassen mit den Fans.

"Ich bin Profi, und jetzt spiele ich für den HSV", sagte der 21-Jährige Sport1.de. "Und persönlich will ich natürlich jedes Spiel gewinnen."

Aber "natürlich war es für mich etwas sehr Spezielles, gegen meinen alten Verein zu spielen."

"In der ersten Halbzeit haben wir zu wenig aus unseren Chancen gemacht, aber in der zweiten Hälfte haben wir gezeigt, was wir können. Zagreb hatte dem nichts mehr entgegenzusetzen. In der Defensive haben wir gut gestanden und Jogi Bitter hat super gehalten. Der Sieg hätte noch höher ausfallen können", analysierte Duvnjak die Partie.

"Du spielst gegen Freunde"

Sein Kollege Vori kam erst spät zu Bewusstsein, was dieser Sonntag bedeutet:

"Ich hatte im Vorfeld der Partie nie das Gefühl, dass dieses Spiel etwas Besonderes sein würde. Aber als ich dann auf dem Feld stand, wurde mir bewusst: 'Du spielst hier gegen deine Freunde'. Das war ein komisches Gefühl. Ich hab' eine Weile gebraucht, das zu verarbeiten."

"Wir haben konzentriert gespielt. Wir haben Zagreb nicht zur Entfaltung kommen lassen. Der Sieg war auch in dieser Höhe mehr als verdient", so das Fazit des 29-Jährigen.

"HSV nicht besser"

Das sah Ivano Balic ganz anders:

"Der HSV ist nicht besser als wir. Wir haben in der ersten Halbzeit sehr konzentriert gespielt, aber die Partie zu Beginn der zweiten Hälfte verschlafen, als der HSV davonziehen konnte. In dieser Phase haben wir drei Großchancen ausgelassen und hinten unkonzentriert gespielt."

"Insgesamt haben wir zu viele Würfe ausgelassen", so Zagebs Superstar, der als treffsichester Spieler seines Teams diese Einschätzung mit zwölf Versuchen für seine sechs Tore auf dem Platz bestätigt hatte.

Spiel "nichts Besonderes"

Auf seine "Freunde" treffen, "war für mich nichts Besonderes. Wir haben schließlich schon gegeneinander gespielt".

Damals jubelten ebenfalls Vori und Duvnjak über ein 32:29 in eigener Halle gegen Balic und sein Team Portland San Antonio.

Das will der 30-Jährige ändern und verspricht: "Wir werden uns im Rückspiel rehabilitieren."

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