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Filip Jicha begann seine Profi-Karriere im Jahr 2000 bei Dukla Prag © getty

Der THW-Trainer ist unzufrieden mit dem Kieler Remis in der Champions League gegen KIF Kolding und kritisiert die Terminflut.

Frankfurt/Main - Mit Glück und dank eines starken Christian Zeitz hat Handball-Rekordmeister THW Kiel seine erste Saisonniederlage gerade noch verhindern können und bleibt in der Champions League auf Achtelfinalkurs. Die "Zebras" erkämpften sich bei KIF Kolding/Dänemark ein 31:31 (13:13)-Unentschieden.

In den letzten drei Minuten scheiterten die dänischen Gastgeber insgesamt dreimal an der Latte beziehungsweise am Pfosten. "Wir müssen auch deshalb mit einem Punkt zufrieden sein. Wir haben das Spiel nie wirklich kontrolliert und konnten ihm nicht unseren Stempel aufdrücken", sagte THW-Coach Alfred Gislason vier Tage nach dem hart erkämpften Sieg des Bundesliga-Tabellenführers beim SC Magdeburg (30:29).

Zeitz bester Werfer

Ex-Nationalspieler Zeitz war im Hexenkessel von Kolding mit acht Treffern neben Filip Jicha (7) bester Werfer der Kieler, denen die vielen englischen Wochen sichtlich in den Knochen steckten.

In der Gruppe D behaupteten die Kieler damit ihre Tabellenführung mit 7 Punkten vor dem FC Barcelona (6 Zähler) und Kolding (5).

Mit einem Sieg am kommenden Sonntag gegen Amicitia Zürich könnte der Doublegewinner den Einzug in die Runde der letzten 16 schon perfekt und einen weiteren Schritt auf dem Weg zum zweiten "Königsklassen"-Triumph nach 2007 machen.

Gislason kritsiert Verbände

Nach dem glücklichen Unentschieden in Kolding nahm sich Kiels Coach Gislason verbal die nationalen Verbände zur Brust und kritisierte die Ansetzung der Länderspiele am Wochenende zuvor.

"Wir spielen seit ewiger Zeit englische Wochen. Und dann werden in der einzigen freien Woche vier Länderspiele gespielt. Das gehört abgeschafft. Ein völlig überaltertes Modell, nur um Geld in die Kassen zu spülen", schimpfte Gislason und widersprach indirekt Bundestrainer Heiner Brand ("Der Handball identifiziert sich stark über die Nationalmannschaften").

Omeyer baut nach der Halbzeit ab

Vor allen Dingen dem Franzosen Narcisse (6), der in der Schlusssekunde mit einem Wurf an Koldings überragendem Torhüter Ole Erevik scheiterte, und dem Serben Momir Ilic (2/2) waren die Nationalmannschafts-Strapazen anzumerken.

Welthandballer Thierry Omeyer im THW-Kasten baute nach einer bärenstarken ersten Halbzeit mit 15 gehaltenen Würfen (darunter 2 Siebenmeter) nach dem Wechsel merklich ab.

Sieg gegen Barcelona

Kiel hatte die Führung in der Tabelle am Spieltag zuvor durch einen Sieg bei HC Vardar Skopje übernommen.

Entscheidend für die Spitzenposition war der Sieg gegen Spaniens Spitzenteam Barcelona.

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