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Guillaume Gille (M.) erzielte im Hinspiel gegen Ciudad Real fünf Tore © imago

Vor dem entscheidenden Spiel um den Sieg in der Vorrunden-Gruppe C bei Ciudad Real gibt sich der HSV Hamburg optimistisch.

Von Rainer Nachtwey

München/Ciudad Real - Die Generalprobe hätte für den HSV Hamburg nicht besser laufen können.

Vor dem Duell mit BM Ciudad Real im vorweggenommenen Endspiel um den Sieg in der Champions-League-Vorrunden-Gruppe C hat sich der deutsche Vizemeister bei den Füchsen Berlin warm geworfen.

Mit 37:25 deklassierten die Hamburger die Gastgeber und vor allem die erste Halbzeit "war sicher eine der perfektesten ersten Halbzeiten, die wir je auswärts gespielt haben", wie Linksaußen Matthias Flohr bemerkte.

Guillaume Gille pflichtete seinem Teamkollegen bei: "Da war jeder Wurf ein Treffer."

"Warum soll es nicht klappen?"

Daher gehen die Hamburger mit großem Optimismus und Überzeugung in die Partie beim Angstgegner aus Spanien (DATENCENTER: Gruppe C).

"Unsere Mannschaft hat sich seit dem 26:32 vom Oktober weiterentwickelt. Letztes Jahr waren wir schon dicht dran, dort zu gewinnen, warum soll es diesmal nicht klappen?", meint Sportchef Christian Fitzek.

Drei Niederlagen in Serie

Fünfmal traf der HSV auf den amtierenden Champions-League-Sieger, viermal zogen die Hanseaten den Kürzeren. Zweimal dabei in der vergangenen Saison Ende April und Anfang Mai, als man nach einem 29:30 in Hamburg auch das Halbfinal-Rückspiel 31:33 in Spanien verlor.

"In uns brodelt es", sagt Linksaußen Flohr in der "Bild", "wir wollen die endlich mal weghauen."

Gruppensieg in weiter Ferne

Mit einem Sieg würde die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb weiter an Selbstvertrauen gewinnen, der Gruppensieg wäre wohl aber trotz eines Erfolges in Spanien utopisch.

Denn es nicht nur ein Sieg, den die Hanseaten bei Ciudad Real benötigen, sie müssen auch einen Sechs-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel wettmachen.

Und ein Schwächeln des Titelverteidigers gegen die Vorrunden-Gegner Kopenhagen (Hinspiel: 34:22), Fyllingen (40:24), Zagreb (32:27) und Alingsas (26:24) scheint unwahrscheinlich.

Mannschaft hat sich eingespielt

Fitzek stützt seinen Optimismus auf Rückraumspieler Pascal Hens. Der Nationalspieler fehlte beim ersten Aufeinandertreffen Anfang Oktober verletzt. Seitdem machte der Nationalspieler, der bei der EM in Österreich pausieren wird, enorme Fortschritte und hat sich wieder zu einem Leistungsträger der Hanseaten entwickelt.

Zumal die Abstimmungsprobleme zu Saisonbeginn - die Neuzugänge Domagoj Duvnjak und Igor Vori mussten nachdem sie erst spät in der Vorbereitung zur Mannschaft gestoßen waren, integriert werden - längst der Vergangenheit angehören.

Kiel kann Achtelfinal-Einzug perfektmachen

Aber nicht nur Vizemeister Hamburg, auch der Deutsche Meister und CL-Final-Verlierer THW Kiel und die Rhein-Neckar Löwen treten am Wochenende in der Champions League an.

Allerdings erwarten die beiden Klubs weit leichtere Gegner. Kiel reist zu ZMC Amicitia Zürich. Gegen die Schweizer setzten sich die Norddeutschen letzten Sonntag mit 42:24 (18:12) durch.

Mit einem weiteren Erfolg in Zürich könnte sich Kiel bereits fürs Achtelfinale qualifizieren. Voraussetzung ist ein Punktverlust von Vadar Skopje beim FC Barcelona (DATENCENTER: Gruppe D).

Die Löwen bekommen es mit RK Gorenje Velenje zu tun. Am Mittwoch letzter Woche hatte die Truppe von Coach Ola Lindgren die Slowenen in eigener Halle mit 33:30 (17:15) bezwungen (DATENCENTER: Gruppe B).

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