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Daniel Narcisse (l.) spielt seit 2009 für den THW und feiert gegen Kolding sein Comeback © getty

Der THW Kiel und die Rhein-Neckar Löwen schielen noch auf den Spitzenplatz. Nur der HSV Hamburg muss die Hoffnungen begraben.

Von Ingo Weber

München - Mit den Rhein-Neckar Löwen, dem HSV Hamburg und dem THW Kiel sind alle drei deutschen Vereine am Wochenende in der Champions-League im Einsatz.

Für alle geht es am vorletzten Spieltag der Gruppenphase vor allem darum, den zweiten Platz, den sie aktuell belegen, abzusichern.

Kiel und die Löwen rechnen sich sogar noch Chancen auf Platz eins aus. (DATENCENTER: Champions League)

Sport1.de hat die Fakten zum 9. Spieltag.

Druck auf Barcelona erhöhen

THW Kiel - KIF Kolding: Der THW erwartet am Samstag (15 Uhr LIVESCORES) den dänischen Vertreter von KIF Kolding.

Nach der Niederlage gegen den FC Barcelona muss der THW auf einen Ausrutscher des spanischen Kontrahenten hoffen, will man die Gruppe D noch auf Platz eins beenden.

Mit einem Heimsieg würde man zumindest den Druck auf Barcelona erhöhen, das einen Tag später im spanischen Duell bei Ademar Leon ran muss.

Das Hinspiel in Dänemark endete mit einem Remis. Der Punktverlust könnte den THW in der Endabrechnung Platz eins kosten.

Finanzielle Pflicht ist erfüllt

"Wir wissen aus dem Hinspiel wie schwer es ist, Kolding zu knacken. Gerade in der Abwehr stehen sie sehr gut", sagte THW-Trainer Alfred Gislason.

THW-Manager Uli Derad zeigt sich aber optimistisch: "Die Jungs sind im Moment gut drauf."

Zudem sei die finanzielle Pflicht bereits erfüllt. "Wir hatten mit dem Erreichen des Achtelfinals kalkuliert und das ist ja sicher", sagte Derad den "Kieler Nachrichten".

Im Heimspiel gegen Kolding soll auch Rückraum-Ass Daniel Narcisse wieder helfen.

Die Ausgangsituation für Kiel ist klar: Vier Punkte aus den beiden letzten Spielen holen und auf einen Patzer von Barcelona hoffen.

Die Ruhe vor dem Sturm

HSV Hamburg - FC Kopenhagen: Der HSV muss Platz eins vor den abschließenden Spielen in Gruppe C bereits abschreiben.

Zwei Niederlagen gegen Titelverteidiger Ciudad Real waren zu viel.

Das Heimspiel gegen Kopenhagen am Samstag (16.40 Uhr LIVESCORES) ist für die Truppe von Martin Schwalb die Ruhe vor dem Sturm, denn im letzten Gruppenspiel geht es gegen Zagreb im direkten Duell um Platz zwei.

Momentan weisen Hamburg und Zagreb vier Minuspunkte auf, doch Zagreb empfängt am Sonntag Ciudad Real.

Deshalb ist das Ziel für das Heimspiel gegen Kopenhagen klar: Zwei Punkte müssen her.

Der HSV muss dabei auf Stefan Schröder verzichten, der sich gegen Dormagen eine Fraktur an der Wurfhand zuzog.

Verhandlungen mit Dinart

Das Hinspiel in Dänemark entschied der HSV mit 34:27 deutlich für sich.

Auch die beiden Duelle in der vergangenen Champions-League-Saison gewann der HSV.

In dieser Woche kursierten an der Elbe Gerüchte um eine Verpflichtung von Didier Dinart.

Nach ersten Verhandlungen mit dem Franzosen ist die Chance auf eine Einigung jedoch gering. Die erste Gehaltsforderung Dinarts lehnte der HSV ab.

"Ich habe seinem Berater gesagt, wenn Dinart mit der Hälfte leben kann, können wir noch mal reden", sagte HSV-Präsident Andreas Rudolph der "Morgenpost".

Der Präsident der Hamburger glaubt aber nicht, dass der vierfache Champions-League-Sieger und Olympiasieger mit dieser Summe zufrieden wäre.

Gensheimer überragend

Chambery Savoie - Rhein-Neckar Löwen: Die Löwen reisen nach Frankreich und können mit einem Auswärtssieg in Chambery am Sonntag (17 Uhr LIVESCORES) den zweiten Platz in der Gruppe B hinter Veszprem festmachen und die Ungarn mit zwei Punkten noch einmal unter Druck setzen.

Nach der Niederlage gegen Veszprem im direkten Duell beträgt der Rückstand zwei Punkte.

Das Hinspiel gegen Chambery endete mit einem 31:31-Unentschieden, nachdem die Löwen zur Pause schon mit drei Toren vorne lagen.

In der Bundesliga gab es zuletzt einen 35:25-Sieg gegen Balingen-Weilstetten. Uwe Gensheimer ragte mit 17 Toren heraus.

Ärger über Terminplan

Bei aller Freude über den Sieg haderte Löwen-Manager Thorsten Storm allerdings mit dem engen Terminplan: "Die Champions-League-Auftritte in Kielce und Veszprem sowie die Spitzenpartien gegen Kiel und Hamburg sind an unsere Substanz gegangen."

Trotz der hohen Belastung gehen die Löwen in Chambery als Favorit in die Partie.

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