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Der Norweger Bjarte Myrhol erzielt gegen Sarajevo acht Treffer © getty

Der THW nutzt den Ausrutscher Barcelonas und erobert Rang eins. Die Löwen integrieren gegen Sarajevo einen Langzeitverletzten.

Frankfurt/Main - Der THW Kiel hat in der Champions League den Gruppensieg perfekt gemacht.

Der deutsche Meister gewann 39:23 (19:13) gegen den mazedonischen Vertreter HC Vardar Skopje und zog in der Gruppe D mit 17 Zählern aufgrund der besseren Bilanz im direkten Vergleich am punktgleichen FC Barcelona vorbei (DATENCENTER: Champions League) .

Die Katalanen waren am Samstag bei KIF Kolding über ein 25:25 nicht hinausgekommen.

Die Kieler hatten zu keiner Phase des Spiels Mühe mit den Gästen aus Mazedonien und nutzten den Ausrutscher von Konkurrent Barcelona. Durch den Gruppensieg hat Kiel im Achtelfinal-Rückspiel Heimrecht.

Kräftesparen für die Bundesliga

THW-Trainer Alfred Gislason wechselte beim ungefährdeten Sieg der spielfreudigen Kieler intensiv durch und schonte seine Stammspieler für das wichtige Bundesliga-Nachholpartie am Mittwoch beim VfL Gummersbach (ab 19.45 LIVE im DSF).

Bereits am Samstag hatten die Rhein-Neckar Löwen die Gruppenphase ebenfalls mit einem klaren Heimsieg abgeschlossen. Das Team von Trainer Ola Lindgren gewann gegen den bosnischen Meister RK Bosna Sarajewo mit 30:24 (13:11).

Zweiter hinter Veszprem

Bereits vor dem Spiel waren den Löwen (16 Punkte) der zweite Tabellenplatz der Gruppe B hinter MKB Veszprem/Ungarn (18) und die damit verbundene Qualifikation für das Achtelfinale Ende März/Anfang April nicht mehr zu nehmen.

Die Runde der letzten 16, in der der Bundesligist auf den Dritten einer Parallelgruppe

trifft, wird am Dienstag in Wien ausgelost.

Tkaczyk und Myrhol integriert

Bester Werfer in der Lindgren-Mannschaft war der zuletzt angeschlagene Bjarte Myrhol mit sechs Treffern. Der Pole Grzegorz Tkaczyk kehrte nach siebenmonatiger Verletzungspause aufs Parkett zurück.

"Wir hatten die Aufgabe, Tkaczyk und Myrhol wieder zu integrieren. Das haben wir geschafft. Außerdem haben wir zwei Punkte auf unser Konto gebracht und zudem den Schlüsselspielern eine Verschnaufpause gegeben", sagte Lindgren nach dem siebten Sieg im zehnten Gruppenspiel der Königsklasse.

Schiedsrichter verletzt sich

Für ein Kuriosum sorgte in der Karlsruher Europahalle Schiedsrichter Siarhei Repkin. Dem Weißrussen riss in der 12. Minute die Achillessehne. Zunächst war unklar, wie es weitergehen würde. Nach einer kurzen Pause pfiff Repkin mit seinem Partner Andrei Gousko allerdings weiter.

"Wie er das gemacht, weiß ich nicht", sagte Sven Raab. Der Physiotherapeut der Löwen hatte Repkin zuvor notdürftig versorgt.

Direkt nach der Partie fuhr der Referee zu weiteren Untersuchungen nach Heidelberg. Dort wird er am Montag in der ATOS-Klinik operiert.

Die Spiele im Stenogramm:

Rhein-Neckar Löwen - RK Bosna Sarajevo 30:24 (13:11)

Tore für die Löwen: Myrhol (6), Harbok (5), Müller (4), Proeto (4), Ruß (3), Bruhn (3), Gudjonsson (2/2), Tkaczyk (2), Manojlovic (1)Bester Werfer für Sarajevo: Kapisoda (8/1)Zuschauer: 3214

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