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Matthias Flohr und der HSV Hamburg sind in Kopenhagen Favorit © imago

Der krisengeschüttelte HSV will sich mit einem Sieg über Kopenhagen in der Champions League neues Selbsvertrauen holen.

Von Julian Meißner

München - Dem krisengeschüttelten HSV Hamburg bleibt keine Zeit zum Verschnaufen.

Drei Tage nach dem enttäuschenden 34:34-Remis gegen die Füchse Berlin in der Bundesliga muss das Team von Trainer Martin Schwalb schon wieder in der Königsklasse ran.

Hamburg trifft in seinem zweiten Champions-League-Spiel auf den dänischen Meister FC Kopenhagen (16.10 Uhr LIVESCORES).

Nach dem lockeren Aufgalopp in der Gruppe D gegen Tatran Presov (32:20) wollen sich die Hanseaten international weiter schadlos halten und nach dem Fehlstart in der Liga neues Selbstvertrauen gewinnen.

Schwalb und Lindberg warnen

Doch Schwalb warnt vor dem Gegner: "Das ist eine internationale Top-Truppe, es wird schwierig."

HSV-Rechtsaußen Hans Lindberg, der in Kopenhagen auf seine Landsleute trifft, hat ebenfalls großen Respekt: "Das ist eine starke Mannschaft, die auch in der Bundesliga in der Spitze mitspielen würde", so Lindberg.

Ege macht sich Hoffnungen

Bei ihrem ersten Auftritt siegten die Kopenhagener, bei denen der ehemalige Bundesliga-Profi Steinar Ege im Tor steht, bei Roter Stern Belgrad mit 34:25. Ege, der mit dem THW Kiel zweimal Deutscher Meister wurde, rechnet sich aufgrund der Hamburger Formschwäche durchaus etwas aus.

"Es könnte ein Vorteil sein, jetzt gegen Hamburg zu spielen", sagte der Norweger gegenüber der "Hamburger Morgenpost", schränkte aber ein: " Ganz ehrlich: Der HSV ist und bleibt der große Favorit. Normal können wir mit so einem Team nicht mithalten. Das sind alles Scharfschützen."

Weitere bekannte Gesichter beim EHF-Cup-Finalisten der vergangenen Saison sind der ehemalige Kieler Martin Boquist und Arnor Atlason, der früher für den SC Magdeburg auf Torejagd ging.

Richtungsweisende Partie

Mit einem Sieg im ersten von vier aufeinanderfolgenden Auswärtsspielen könnte der HSV einen ersten Schritt aus der Krise machen und Trainer Schwalbs Position stärken.

Bei einer erneuten Enttäuschung könnte es trotz aller Treuebekenntnisse seitens des Vorstands eng werden für den Hamburger Coach.

Schwalb sagte im Interview mit Sport1.de: "Jedes Spiel ist richtungsweisend. Da spielt es keine Rolle, ob man auswärts oder zu Hause spielt und auch nicht, gegen wen man spielt. Wir wollen in der Champions League so weit wie möglich kommen und uns auch in der Bundesliga wieder verbessern."

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