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Carlos Prieto wechselte im Sommer von Valladolid zu den Rhein-Neckar Löwen © getty

Die Achtelfinal-Hinspiele stehen an: Die Löwen haben mit Valladolid die höchste Hürde zu nehmen. Ein "Insider" soll dabei helfen.

Von Nikolai Kube

München - Er weiß am allerbesten, was auf die Rhein-Neckar Löwen zukommt.

Carlos Prieto lief drei Jahre lang für BM Valladolid auf, den Gegner der Gelbhemden im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League (Sa., ab 17 Uhr LIVESCORES).

"Wenn wir in diesem Hexenkessel bestehen wollen, müssen wir eine sehr gute Leistung zeigen", warnt der 30-Jährige vor den Spaniern.

Und auch Trainer Ola Lindgren weiß um die schwierige Aufgabe: "Es werden noch andere Qualitäten als zuletzt gefragt sein."

Wertvoller Teil der Löwen-Defensive

Im Sommer wechselte Kreisläufer Prieto als großer Hoffnungsträger zum badischen Bundesligisten, hatte aber zunächst einen schweren Stand und fand sich zumeist auf der Ersatzbank wieder.

Dies hat sich mittlerweile jedoch geändert. Der Spanier hat sich durchgebissen und zu einem wertvollen Teil der Löwen-Defensive gemausert.

"Ich bin glücklich, dass ich jetzt spiele. Und ich hoffe, dass das so bleibt", sagt Prieto bescheiden, "aber ich finde, dass ich meine Aufgaben zuletzt ganz gut erledigt habe".

Myrhol überzeugt gegen Dormagen

Das ist offenbar auch bei seinen Ex-Kollegen aus Valladolid angekommen: "Torwart Jose Manuel Sierra ist einer meiner besten Freunde. Er weiß, dass es für ihn gegen uns nicht einfach wird."

Angesichts des letzten Bundesligaspiels gegen Dormagen (37:24) sollten sich die Spanier ganz besonders vor Prietos Kreisläufer-Kollegen Bjarte Myrhol in Acht nehmen. Der Norweger überzeugte mit 15 Treffern in der Offensive.(STENOGRAMME: 25. Spieltag)

"Meine Jungs konnten Kraft sparen", stellte Coach Lindgren nach der Partie fest. Und auch Manager Thorsten Storm ist sich sicher, dass die Löwen eine "gute Chance auf das Viertelfinale haben".

Valladolid: Nur Barca und Ciudad Real sind besser

Storm wünscht sich ein knappes Resultat in Kastilien, um eine Woche später im Rückspiel in eigener Halle das Weiterkommen perfekt machen zu können.

Unterschätzen wird der Bundesligist den Tabellendritten der Liga Asobal mit Sicherheit nicht. Denn die Spanier müssen in ihrem Land derzeit nur den übermächtigen Teams aus Ciudad Real und Barcelona den Vortritt lassen.

Bekanntester Spieler Valladolids ist Raul Enterrios: Der Rückraumakteur ist aktueller spanischer Nationalspieler und eine Schlüsselfigur im System von Trainer Juan Carlos Pastor.

HSV reist nach Kielce

Der zweite Vertreter der Bundesliga und aktuelle Tabellenführer, HSV Hamburg, trifft in seinem Achtelfinale auf den polnischen Vertreter Kielce (Sa., ab 19.30 Uhr LIVESCORES).

Tipps könnten sich die Norddeutschen bei den Rhein-Neckar Löwen holen. Denn das Team des ehemaligen Bundesligatrainers Bogdan Wenta war Champions-League-Gruppengegner der Gelbhemden.

Der Respekt vor den Polen ist groß: "Kielce hat ein starkes, schlagkräftiges Team, gegen das wir uns behaupten müssen", sagte HSV-Trainer Martin Schwalb.

Und "Heimkehrer" Marcin Lijewski freut sich besonders auf die Partie gegen seine Landsmänner: "Es ist immer wieder schön, in der Heimat zu spielen."

Kiel will in Kopenhagen nachlegen

Mit mächtig Rückenwird im Gepäck reist der THW Kiel zu seiner Auswärtsaufgabe beim FC Kopenhagen (So., ab 15.50 Uhr LIVESCORES. (Die Zusammenfassung im Video)

Die Kieler setzten mit dem 32:22-Sieg bei Verfolger FA Göppingen in der Bundesliga ein Ausrufezeichen.

Brisant: Bei den Dänen stehen mit Torhüter Steinar Ege, Spielmacher Martin Boquist und Kreisläufer Pelle Linders drei ehemalige "Zebras" im Kader.

"Im Tor sind die Dänen weltklasse besetzt", adelte Gislason den Kopenhagener Keeper. Doch ob das genügt, um die Kieler ernsthaft in Bedrängnis zu bringen, ist fraglich.

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