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Karol Bielecki war gegen Valladolid zweitbester Werfer der Löwen © getty

Die Bundesligisten folgen dem HSV unter die besten Acht Europas. Der THW benötigt eine Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte.

München - Die Handball-Bundesligisten geben in der Champions League den Ton an: Mit dem Deutschen Meister THW Kiel, Tabellenführer HSV Hamburg und den Rhein-Neckar Löwen zogen am Osterwochenende gleich drei deutsche Vertreter ins Viertelfinale der europäischen Königsklasse ein.

Nach dem Erfolg der Hamburger am Sonntag folgten Meisterschaftsrivale Kiel und die Löwen den Hanseaten am Sonntag. Kiel besiegte den FC Kopenhagen im Achtelfinal-Rückspiel nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit 29:23 (13:12).

Schon das Hinspiel in Dänemark hatte der THW mit 33:31 für sich entschieden.

Souverän traten die Rhein-Neckar Löwen gegen den spanischen Top-Klub BM Valladolid auf. Nach dem 30:29-Hinspielsieg gewannen die Löwen im Rückspiel vor 13.200 Zuschauern in Mannheim locker mit 37:33 (21:15).

Andersson und Ahlm verletzt

Die Kieler hat zu Beginn der Partie große Probleme mit den Dänen und lagen zwischenzeitlich mit drei Treffern im Hintertreffen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Zudem verletzten sich mit Kim Andersson und Markus Ahlm zwei Leistungsträger des THW.

"Das Spiel hat uns sehr viel Kraft gekostet. Wir mussten mit den Ausfällen von Markus und Kim klarkommen. Das war nicht einfach", sagte Filip Jicha.

Steigerung in Hälfte zwei

Eine Leistungssteigerung insbesondere in der Abwehr brachte Kiel auf die Siegerstraße. "Wir sind sehr schwer ins Spiel gekommen", analysierte Momir Ilic. "In der zweiten Hälfte standen wir insbesondere defensiv sehr gut. Im Viertelfinale muss eine Steigerung her, aber mit der zweiten Halbzeit bin ich zufrieden."

Für das Viertelfinale, das am Dienstag in Wien ausgelost wird, hat Ilic zwei Wunschgegner. "Barcelona oder Moskau wären schöne Gegner", verriet der Serbe sein Traumlos.

Starker Auftakt der Löwen

Die Löwen stellten hingegen gleich zu Beginn der Partie die Weichen aufs Weiterkommen. Bereits nach acht Minuten führten die Gastgeber mit 8:3.

"Wir sind viel zu spät ins Spiel gekommen", gab sich Valladolids Trainer Juan Carlos Pastor enttäuscht.

Zudem bereitete Keeper Slawomir Szmal die Spanier immer wieder durch glänzende Paraden Kopfzerbrechen.

"Wir waren viel aggressiver als Valladolid und hatten im Gegensatz zum Hinspiel Kreisläufer Fernandez sehr gut im Griff", verriet Olafur Stefansson das Erfolgsgeheimnis.

Einfach besser

"In der zweiten Halbzeit haben wir zwar unsere Abwehrarbeit etwas vernachlässigt, aber es hat trotzdem gereicht", freute sich Szmal über den Viertelfinaleinzug seiner Mannschaft.

Die Spanier gaben sich als faire Verlierer. "Die Löwen waren klar besser", gestand Valladolids Keeper Tomas Svensson ein.

Mehr Mühe hatte der Nordrivale aus Hamburg. Der Halbfinalist der beiden vergangenen Jahre unterlag dem polnischen Meister KS Vive Kielce im Achtelfinal-Rückspiel mit 27:30 (15:16), setzte sich aber dank des 30:24-Hinspielerfolgs letztlich durch.

Die Spiele im Stenogramm:

THW Kiel - FC Kopenhagen 29:23 (13:12)Tore für Kiel: Jicha (8/1), Narcisse (7), Ilic (6/1), Anic (2), Sprenger (2), Klein (2), Ahlm (1), Zeitz (1)Bester Werfer bei Kopenhagen: Atterhäll (6)Zuschauer: 10.250 (ausverkauft)

Rhein-Neckar Löwen - BM Valladolid 37:33 (21:15)Tore für die Löwen: Myrhol (9), Stefansson (7/1), Bielecki (6), Gudjonsson (6), Gensheimer (5), Müller (2), Groetzki (1), Manojlovic (1)Beste Werfer bei Valladolid: Delgado (6), Perales (6), Entrerrios (6)Zuschauer in Mannheim: 13.200 (ausverkauft)

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