vergrößernverkleinern
Marcus Ahlm (r.) wird beim Duell mit den Löwen am Kreis auf Bjarte Myrhol (l.) treffen © imago

Anderssons Saison-Aus ist für Kiel vor dem CL-Duell mit den Löwen ein Schock. Dennoch ist Marcus Ahlm bei SPORT1 optimistisch.

Von Rainer Nachtwey

München/Kiel - Die Nachricht kam zu einem äußerst ungünstigen Zeitpunkt, so kurz vor dem Viertelfinal-Hinspiel der Champions League bei den Rhein Neckar Löwen (So., ab 19 Uhr LIVESCORES).

Der Ausfall von Kim Andersson für den Rest der Saison trübt zwar die Stimmung beim THW Kiel, aber die Spieler nehmen die Nachricht auch gelassen auf.

"Es ist ja nicht so, dass er abrupt fehlt", sagt Kapitän Markus Ahlm im Gespräch mit SPORT1. "Kim hat zuletzt wenig gespielt. Wir hatten Zeit, uns an Kims Fehlen zu gewöhnen."

Dennoch ist für ihn das Saisonende seines schwedischen Landsmannes ein bitterer Rückschlag. "Wir brauchen jeden Spieler, um auf höchstem Niveau zu spielen. Kims Ausfall ist schon ein herber Verlust."

Geschlossenes Auftreten

Der Ausfall des schwedischen Linkshänders muss nun durch "mannschaftliche Geschlossenheit" aufgefangen werden.

"Wir müssen noch entschlossener auftreten", sagt THW-Kapitän Ahlm und nimmt zudem einen Spieler besonders in die Pflicht: "Wir haben Christian Zeitz auf der Position. Auch er ist jetzt gefordert."

Qualität bereits bewiesen

Zudem erinnert Ahlm daran, dass der THW es diese Saison durchaus gewohnt ist, Rückschläge wegzustecken.

"Wir haben gezeigt, dass wir das können. Wir haben einige Zeit ohne Daniel Narcisse gespielt", sagt der Kreisläufer. "Jetzt müssen wir beweisen, dass wir ohne Kim spielen können."

Ahlm fit fürs Viertelfinale

Er selbst wird beim Duell gegen die Löwen seinen Beitrag dazu beisteuern. Einen Muskelfaserriss in der Wade hat Ahlm auskuriert. "Ich gehe davon aus, dass ich spielen kann. Ich bin auf einem guten Weg", ist der Schwede optimistisch. (Hammerlose für die deutschen Klubs)

"Es wird sicherlich ein schweres Spiel", weiß Ahlm, rückt von seinem Ziel, der Final-Four-Teilnahme in Köln, aber nicht ab. "Für uns zählt nur das Weiterkommen. Nichts anderes." (DATENCENTER: Die Viertelfinals).

Lob für den Gegner

Beim Gegner hat er einen positiven Trend ausgemacht. "Sie sind als Mannschaft gereift, haben sich entwickelt", sagt er.

Damit pflichtet er seinem Trainer bei. Alfred Gisalson sagt, die Löwen seien mit jener Mannschaft, die in der Bundesliga zweimal gegen Kiel verlor, nicht zu vergleichen.

"Sie sind eine komplette Mannschaft. Alles namhafte Spieler, vom Torhüter bis zum Rechtsaußen", lobt Ahlm die Löwen.

Wiedersehen mit Fritz

Für den Kieler sind die Begegnungen mit dem Bundesligarivalen etwas Besonderes. "Die Rivalität hat sich in den letzten Jahren zu einem brisanten Duell entwickelt. Wir haben viele wichtige Spiele um Pokale und Finalteilnahmen gegen die Löwen gespielt." (Kiel und Löwen souverän ins Viertelfinale)

Außerdem freut sich Ahlm auf ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten. "Es ist natürlich noch ein extra Reiz, auf ehemalige Mitspieler wie Henning Fritz zu treffen."

Löwen wollen es wie Inter machen

Die Löwen gehen mit einer sportartfremden Einstellung in die Partie. "Wir müssen es wie Inter machen", verweist Betreuer Konrad Hoffmann auf den Erfolg von Inter Mailand über den FC Barcelona im Fußball-Champions-League-Halbfinale.

Einsatz, das richtige taktische Verhalten und spielerische Raffinesse soll den Gastgebern zum Sieg über den vermeintlichen Favoriten verhelfen.

Zum Forum - Jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel