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Ohne Rücksicht auf Verluste: Luc Abalo (l.) und Jerome Fernandez nehmen Marcin Lijewski in die Mangel © imago

37 Spiele ohne Pleite sind Geschichte: Hamburg gewinnt das Hinspiel gegen Ciudad Real mit vier Toren. Der THW siegt im deutschen Duell.

Hamburg - Der HSV Hamburg hat im fünften Versuch die "Unbesiegbaren" von Ciudad Real entzaubert und den Einzug in das Final-Four-Turnier der Handball-Champions-League Ende Mai in Köln dicht vor Augen.

Der Bundesliga-Tabellenführer besiegte im Viertelfinal-Hinspiel der europäischen Königsklasse den Titelverteidiger mit 26:22 (11:8) und fügte den Spaniern im 38. Pflichtspiel der Saison die erste Niederlage zu (DATENCENTER: Die Viertelfinals).

Damit fliegt das Team von Trainer Martin Schwalb mit einem ordentlichen Polster zum Rückspiel am nächsten Sonntag in Spanien.

Zwei Wochen nach dem Pokalsieg nahmen die Norddeutschen zudem auch die nächste Hürde auf dem Weg zum erhofften Triple.

Im Halbfinale des Vorjahres und in der Vorrunde des diesjährigen Wettbewerbes hatte der HSV vier Niederlagen gegen Ciudad Real kassiert.

Gute Ausgangsposition für THW

Vorjahresfinalist und Meister THW Kiel verschaffte sich unterdessen im deutschen Duell bei den Rhein-Neckar Löwen mit einem 29:28 (15:13) eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel.

Das Siegtor erzielte Filip Jicha elf Sekunden vor dem Ende für Kiel, das zwischenzeitlich schon mit vier Toren geführt hatte. Mit acht Toren war der Tscheche bester Werfer der Kieler, für die Löwen erzielte Karol Bielecki zehn Treffer.

"Dann hat der Sieg nichts gebracht"

"Es war klar, dass es ein sehr enges Spiel werden würde, und es ist kein großer Vorteil, dass wir hier mit einem Tor gewonnen haben", sagte THW-Trainer Alfred Gislason und richtete seinen Blick bereits auf das Rückspiel: "Wir müssen auch in Kiel hundert Prozent geben, sonst hat der Sieg hier überhaupt nichts gebracht."

Die Neuauflage des Vorjahres-Halbfinales in Mannheim verlief lange ausgeglichen, einen zwischenzeitlichen Vier-Tore Vorsprung der Kieler holten die Löwen wieder auf.

"Es ist Halbzeit. Wir liegen mit einem Tor hinten, wir können durchaus in Kiel gewinnen, wenn wir eine bessere Angriffsleistung zeigen. Die zweite Halbzeit gibt uns Hoffnung. Noch ist nichts entschieden", sagte Löwen-Trainer Ola Lindgren nach der knappen Niederlage.

Starke Phase nach der Pause

In Hamburg dominierten in den ersten Minuten die Deckungsreihen, nach elf Minuten waren gerade einmal drei Tore gefallen (1:2).

Danach drehten die Hamburger auf, spielten bis zur Pause einen Drei-Tore-Vorsprung heraus und erzielten auch die ersten drei Treffer nach dem Wechsel.

Die Spanier legten dann aber einen Zwischenspurt ein und kamen in der 24. Minute noch einmal gefährlich bis auf zwei Tore heran (21:19).

"Die Torhüter haben einen Riesenjob gemacht", lobte Schwalb seine Matchwinner Johannes Bitter und Per Sandström: "Das war ein gutes Ergebnis für uns, aber wir erwarten trotzdem ein ganz heißes zweites Spiel in Spanien."

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