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Filip Jicha warf den THW Kiel mit neun Treffern ins Final Four © imago

Kiel gewinnt das Rückspiel im Champions-League-Viertelfinale gegen die Rhein-Neckar Löwen. Jicha ist wieder mal bester Spieler.

Kiel - Der THW Kiel hat das deutsche Champions-League-Duell gegen die Rhein Neckar Löwen gewonnen und greift beim ersten Final-Four-Turnier der Königsklasse in Köln (29. /30. Mai) nach Europas Handball-Krone.

Der Rekordmeister aus Kiel besiegte im Viertelfinal-Rückspiel die Löwen mit 31:30 (12:13).

Bereits den ersten Vergleich hatte der Titelträger von 2007 für sich entschieden (29:28) und kann nach dem vierten Semifinal-Einzug in Folge weiter von der Siegprämie in Höhe von 350.000 Euro träumen.

"Beide Mannschaften haben in beiden Spielen alles gegeben, und wir sind verdient weiter", sagte THW-Coach Alfred Gislason: "Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment aussprechen, dass sie das geschafft hat. Ich freue mich riesig darüber, dass wir beim Final Four dabei sind."

Löwen-Trainer Ola Lindgren meinte: "Am Ende haben Kleinigkeiten entschieden, wir waren genauso stark wie der THW. Wir hatten auch die Möglichkeit, hier zu gewinnen, aber wir haben wie im Hinspiel zuviele hundertprozentige Chancen vergeben."

Kiel tut sich schwer

Europas beste Mannschaft wird erstmals in der 17-jährigen Geschichte der Königsklasse bei einem Final-Four-Turnier ermittelt. Der FC Barcelona und Tschechowski Medwedi/Russland haben sich bereits zuvor für Köln qualifiziert.

Die Kieler taten sich vor 10.250 Zuschauern lange Zeit schwer und lagen zeitweilig sogar mit zwei Toren zurück.

Jicha und Omeyer überragen

Besonders in der Schlussphase der ersten Halbzeit, als die Löwen aus einem 8: 11-Rückstand eine 13:11-Führung machten, leisteten sich die Gastgeber zu viele technische Fehler. Ein starker Torwart Thierry Omeyer brachte den THW mit seinen Paraden jedoch wieder zurück ins Spiel.

Mitte der zweiten Hälfte zogen die "Zebras" auf drei Tore davon (23:20), doch die Gäste blieben dran und hielten die Partie in der Folgezeit weiter offen. Fünf Minuten vor Spielende glich der DHB-Pokalfinalist beim 27:27 noch einmal aus, ehe der THW die Weichen auf Sieg stellte.

Überragender Kieler Werfer war Filip Jicha (9/3). Auf Seiten der Löwen traf der polnische Nationalspieler Karol Bielecki (6) am häufigsten.

THW Kiel - Rhein-Neckar Löwen 31:30 (12:13)

Tore für Kiel: Jicha (9/3), Narcisse (6), Zeitz (6), Ahlm (3), Ilic (3/1), Sprenger (2), Lundström (1), Klein (1) Tore für die Löwen: Bielecki (6), Myrhol (6), Müller (4), Stefansson (4/1), Gensheimer (3), Groetzki (2), Gudjonsson (2), Manojlovic (2), Tkaczyk (1) Zuschauer: 10.250

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