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Daniel Narcisse wechselte zu dieser Saison von Chambery Savoie HB zum THW Kiel © getty

Nach dem Sieg gegen die Löwen spricht man beim THW vom großen Double. Die Verlierer geben sich fair und trotzdem zufrieden.

Kiel - Jubel beim THW Kiel, Enttäuschung bei den Rhein-Neckar Löwen: Die Hoffnungen auf einen deutschen Triumph in der Champions League ruhen wieder einmal allein auf dem Rekordmeister aus Kiel.

Während der THW weiter vom zweiten Titel in der europäischen Königsklasse nach 2007 träumt, konzentrieren sich der HSV und die Löwen nach ihrem Viertelfinal-Aus auf die Bundesliga.

"Wir wollten unbedingt beim Final Four in Köln dabei sein. Nun wartet dort ein ganz großer Pokal - wenn wir den holen können, wäre es das Größte", sagte Nationalspieler Dominik Klein nach dem Kieler 31:30-Sieg über die Löwen, der den Schleswig-Holsteinern den vierten Halbfinaleinzug in Folge bescherte.

"Diesmal wollen wir das große Double"

In der Bundesliga, wo man als Zweiter hinter dem HSV in Lauerstellung liegt, und der Champions League hat der THW weiterhin zwei Titelchancen, die er beide nutzen will.

"Seit ich beim THW bin, haben wir immer mindestens das Double geholt. Zuletzt war es zweimal das kleine aus Meisterschaft und DHB-Pokal, diesmal wollen wir das große", sagte Dominik Klein.

In den drei vergangenen Jahren war das Halbfinale jeweils nur Zwischenstation auf dem Weg ins Endspiel, und auch diesmal soll in der Vorschlussrunde noch nicht Schluss sein.

Löwen als faire Verlierer

"Ich bin richtig stolz, dass wir es nach Köln geschafft haben, aber jetzt wollen wir auch mindestens ins Finale", sagte THW-Coach Alfred Gislason, der das Final Four in der Domstadt (29./30. Mai) kaum erwarten kann: "Das wird ein Riesenevent, ich fiebere schon der Auslosung entgegen."

Daniel Narcisse freute sich in doppelter Hinsicht.

Zum einen über die Teilnahme beim Final Four und über seine eigene Leistungssteigerung: "Ich freue mich auf Köln. Die Halle habe ich aus meiner Zeit in Gummersbach in guter Erinnerung. Das wird ein toller Event, eine neue Sache für alle Mannschaften. Ich merke, dass ich langsam wieder in Form komme, noch fehlt mir aber die Konstanz. So wie heute."

"Gegen Kiel auszuscheiden, ist keine Schande"

Die Löwen erwiesen sich nach ihrem knappen Scheitern derweil als gute Verlierer.

"Wir haben 60 Minuten gekämpft und Kiel gefordert, haben eine Top-Leistung gebracht, die wie im Pokalfinale aber wieder nicht belohnt wurde. Es hat nicht viel zum Halbfinaleinzug gefehlt, aber so ist Sport. Ich wünsche Kiel viel Glück in Köln und bin mir sicher, dass auch wir in Zukunft Titel holen werden", sagte Trainer Ola Lindgren.

Ähnlich sah es Nationalspieler Oliver Roggisch: "Gegen Kiel auszuscheiden, ist keine Schande. Wir müssen daraus lernen und es beim nächsten Mal besser machen. Verloren haben wir dieses Viertelfinale im Hinspiel, das hätten wir mit vier Toren gewinnen können und müssen. "

"Das war ein sehr, sehr großes Spiel"

Auch Keeper Henning Fritz zog nach dem Spiel ein positives Fazit: "Das war ein sehr, sehr großes Spiel von unserer Mannschaft. Wir sind auf einem guten Weg und werden irgendwann den Tick stärker sein, um eine Runde weiter zu kommen."

Die Auslosung für die Finalrunde der Champions League findet am Dienstag (11.00 Uhr) in Köln statt. Neben dem THW und Ciudad sind noch der sechsmalige Titelträger FC Barcelona und Außenseiter Medwedi Moskau im Lostopf.

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