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Ruben Garabaya (M.) und der FC Barcelona holten bislang 7 Mal die Champions League © getty

Rekordsieger FC Barcelona lässt Außenseiter Medwedi Moskau im ersten Halbfinale des Final-Four-Turniers in Köln keine Chance.

Aus Köln berichtet Julian Meißner

Köln - Der erste Finalist bei der Premiere des Final-Four-Turniers der Champions League in Köln heißt erwartungsgemäß FC Barcelona.

Der spanische Rekordsieger setzte sich im Halbfinale gegen Außenseiter Medwedi Moskau überlegen mit 34:27 (17:11) durch.

In der nicht ganz ausverkauften Lanxess-Arena war Linksaußen Juanin Garcia (8/3) bester Werfer für den sechsmaligen Gewinner der Königsklasse, der mit einer starken Mannschaftsleistung überzeugte.

Filippow mit sieben Toren

"Ich bin sehr stolz auf mein Team", sagte Barca-Coach Xavi Pascual: "Es war ein hartes Stück Arbeit."

Moskaus Trainer Wladimir Maximow meinte: "Barcelonas Abwehr war sehr stark. Außerdem hat unser Rückraum keinen guten Tag erwischt."

Für den russischen Abonnement-Meister, der im Viertelfinale noch überraschend Montpellier HB mit Nikola Karabatic ausgeschaltet hatte, trafen Wassili Filippow (7/1) sowie Timur Dibirow und Mikhail Schipurin (je 5) am häufigsten.

Einseitige Partie mit nervösem Beginn

Der Gegner der Katalanen für das Endspiel am Sonntag wird im zweiten Halbfinale zwischen dem deutschen Rekordmeister THW Kiel (Dominik Klein im SPORT1-Interview) und Titelverteidiger Ciudad Real ermittelt (18.30 Uhr LIVESCORES).

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In einer einseitigen und nur phasenweise hochklassigen Partie setzte sich Barcelona nach sehr nervösem Beginn beider Teams schnell auf 5:1 ab und gab die Führung nicht mehr aus der Hand.

Medwedi hatte vor allem in der Offensive Probleme, sich gegen die bewegliche 6:0-Deckung vor einem starken Barca-Keeper Danijel Saric durchzusetzen.

Sechs-Tore-Vorsprung zur Pause

Die russischen "Bären" von Trainer-Dino Maximow kamen hauptsächlich durch Einzelaktionen, vor allem durch Mittelmann Filippow und den pfeilschnellen Linksaußen Dibirow, zum Erfolg.

Über 10:6 (16.) erspielten sich die individuell deutlich überlegenen Spanier bis zur Halbzeitpause einen komfortablen Sechs-Tore-Vorsprung.

Barca-Trainer Pascual konnte dank hochkarätig besetzter Bank in Angriff wie Abwehr nach Belieben durchwechseln und hatte auf die verzweifelten Bemühungen der Russen immer die richtige Antwort parat.

Moskau kommt auf

So kam Superstar Iker Romer erst Mitte der ersten Halbzeit ins Spiel, auch der Däne Mikkel Hansen und der Ungar Laszlo Nagy gehörten nicht zur Startformation.

Nach dem Seitenwechsel bäumten sich die Moskauer noch einmal auf und kamen zwischenzeitlich bis auf zwei Tore heran (20:22/43.), doch Barca legte einen Gang zu und sorgte spätestens beim 25:20 (46.) wieder für klare Verhältnisse.

"Wir waren zu Beginn sehr nervös. Da haben wir das Spiel schon verloren", meinte Filippow: "Ein starkes Team wie Barcelona verteidigt so einen Vorsprung."

Über 31:26 (56.) brachten die Spanier den Sieg sicher nach Hause und stehen erstmals seit 2005 wieder im Endspiel um die europäische Handball-Krone.

Stenogramm:

FC Barcelona - Medwedi Moskau 34:27 (17:11)

Tore: Garcia (8/3), Noddesbo (5), Rutenka (4), Garabaya (3), Sarmiento (3), Nagy (3), Hansen (2), Tomas (2), Igropulo (2), Rocas (1), Romero (1) für Barcelona. - Filippow (7/1), Schipurin (5), Dibirow (5), Kamanin (2/2), Kowalew (2), Schelmenko (2), Starych (2), Iwanow (1), Rastwortsew (1) für MoskauZuschauer: 14.000

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