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Thierry Omeyer (r.) kam 2006 von Montpellier zum THW Kiel © getty

Barcas Rückraum-Star ist nach der Final-Pleite gegen den THW außer sich wegen Kiels Keeper. David Barrufet gibt sich etwas versöhnlicher.

Aus Köln berichtet Julian Meißner

Köln - Thierry Omeyer sah sich auf der Pressekonferenz nach dem triumphalen Sieg seines THW Kiel im Finale der Champions League zu einer Entschuldigung veranlasst.

"Es tut mit leid, dass es nach dem Abpfiff zu Irritationen kam. Ich habe einen Fehler gemacht", sagte Omeyer: "Es war viel Adrenalin und Druck im Spiel. Ich habe nichts gegen die Spieler von Barcelona."

Der französische Keeper hatte den Gegner aus Spanien in der entscheidenden Phase des dramatischen Spiels erst mit seinen Paraden zur Verzweiflung getrieben, sich aber auch zu provozierenden Gesten in Richtung Barcelonas verleiten lassen.

Handgemenge nach Abpfiff

Nach dem Abpfiff führten seine Provokationen dann zu einem Handgemenge, das das hochklassige Endspiel bei der Final-Four-Premiere in der mit 19.374 Zuschauern gefüllten Kölner Lanxess-Arena überschattete.

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"Omeyer ist einfach ein Dummkopf", wütete Barca-Star Iker Romero nach den unschönen Szenen auf dem Spielfeld im Gespräch mit SPORT1: "Eines Tages wird er noch große Probleme bekommen."

Das Rückraum-Ass der Katalanen war kaum zu bremsen, wollte auch den Verweis auf die charakteristische Spielweise des Welthandballers von 2008 nicht gelten lassen: "Aggressivität ist eine Sache, Dummheit ist eine andere."

Abschied von Barrufet

Etwas gelassener nahm Torhüter-Legende David Barrufet die bittere Niederlage bei seinem Abschied von der großen Handball-Bühne nach 22 Jahren und über 70 Titelgewinnen im Trikot der Blaugranas.

"Es ist sehr enttäuschend", sagte der 39-Jährige zu SPORT1: "Wir hatten eine große Chance, den Titel zu gewinnen, aber Kiel war heute besser. Glückwunsch an den THW."

45 gute Minuten

Die Aktion Omeyers kritisierte Barrufet aber ebenso: "Das war hässlich. Ich habe kein Verständnis für solche Gesten nach dem Spiel."

Am Ende hatten laut Barrufet die Kieler Konter in den letzten zehn Minuten das Spiel entschieden, in dem Barcelona lange wie der sichere Sieger ausgesehen hatte.

"Wir haben 45 Minuten gut gespielt", meinte auch Romero, als er sich etwas beruhigt hatte: "Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was dann passiert ist."

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