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Viktor Szilagyi gewann 2007 mit dem THW Kiel die Champions League © imago

Flensburgs Neuzugang Viktor Szilagyi erklärt bei SPORT1 die Marschroute für den Champions-League-Auftakt bei Ciudad Real.

Von Julian Meißner

München - Vorhang auf für Europas große Bühne: Die SG Flensburg-Handewitt eröffnet als einer von vier deutschen Startern neben Titelverteidiger THW Kiel, Vizemeister HSV Hamburg und Wildcard-Qualifikant Rhein-Neckar Löwen die Champions-League-Saison.

Nach einem Jahr Abstinenz ist die SG wieder im Konzert der 24 besten Mannschaften des Kontinents dabei, und gleich zum Auftakt wartet ein echter Leckerbissen auf die Nordlichter.

Die SG tritt am Mittwoch (20.30 Uhr LIVESCORES) beim dreimaligen Titelträger Ciudad Real in Spanien an.

Außenseiterrolle beim Auftakt

Eine dankbare Aufgabe - so gut wie jedes Team der Welt gastiert beim Star-Ensemble von Trainer Talant Duschebajew in der Rolle des Underdogs.

"Es ist sicher gut, mit einem Spiel zu starten, in dem nicht jeder einen Sieg erwartet", sagt Flensburgs Neuzugang Viktor Szilagyi im Gespräch mit SPORT1: "Trotzdem fahren wir dorthin, um Erfolg zu haben. Man wird sehen, wer zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison schon weiter ist. Wenn uns Ciudad eine Möglichkeit gibt, werden wir sie nutzen."

Machbare Gruppe

Neben dem Halbfinalisten des Vorjahres warten auf Per Carlens Flensburger Constanta (Rumänien), Sarajewo (Bosnien-Herzegowina), St. Petersburg (Russland) sowie RK Zagreb aus Kroatien mit Superstar Ivano Balic als Gegner.

Als Ziel hat die Klubführung des letztjährigen Dritten in der Toyota HBL das Viertelfinale ausgegeben. Die je besten vier Teams der insgesamt vier Gruppen erreichen das Achtelfinale.

"Minimalziel ist das Weiterkommen in der Gruppe, und wir wollen natürlich eine gute Ausgangsposition für das Achtelfinale", sagt Szilagyi: "Das bedeutet erster oder zweiter Platz."

"Müssen unser Spiel durchziehen"

Da würde ein erfolgreicher Auftritt in der königlichen Stadt natürlich perfekt ins Konzept passen.

Routinier Szilagyi, der im Sommer vom VfL Gummersbach in den hohen Norden wechselte, ist zuversichtlich, dass sein Team auch gegen die Weltklasse-Mannschaft um Stars wie Keeper Arpad Sterbik, Rechtsaußen Luc Abalo und Spielmacher Chema Rodriguez eine gute Rolle spielen kann.

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"Wir müssen unser Spiel durchziehen", fordert Österrreichs 32-jähriger Nationalmannschaftskapitän: "Natürlich stellt man sich auf den Gegner ein, aber wir wollen unsere Stärken ausspielen: die Abwehr und das schnelle Spiel nach vorne. Wir werden ohne Angst und mit breiter Brust aufzutreten."

Integration braucht noch Zeit

Sein Erfolgsrezept: "Ciudad hat nicht so oft Gegner, die das schnelle Spiel suchen. Wir müssen eine gute Abwehrleistung mit guten Torhütern bringen, dann bin ich sicher, dass sie Probleme mit uns haben werden."

Er selbst sieht seine Integration auf gutem Wege, betont aber, dass er wie auch der zweite Neuzugang, Tamas Mocsai aus Lemgo, noch Zeit brauche: "Ich muss mir erst das Vertrauen des Trainers erarbeiten, bin dabei aber sehr zuversichtlich."

Gerade für seine Spielmacherrolle im Rückraum sei es wichtig, "die Mitspieler und die Spielzüge in- und auswendig" zu kennen.

Hombrados hat viel vor

Auf Seiten der Spanier möchte man möglichst schnell das bittere Aus im Vorjahr vergessen machen.

"Wir wollen ins Finale", kündigt Nationalkeeper Jose Javier Hombrados vollmundig an.

Im Vorjahr war sein Team im Halbfinale des erstmals ausgetragenen Endrundenturniers in Köln am späteren Sieger aus Kiel gescheitert, nachdem es die Partie über weite Strecken dominiert hatte.

Löwen nach Barcelona

Der Gegner aus Flensburg gibt sich etwas bescheidener. "Natürlich wäre es toll, in Köln dabei zu sein, aber das wollen alle", sagt Szilagyi: "In der Champions League starten die besten Mannschaften der Welt."

Am Wochenende geht es dann auch für die weiteren drei deutschen Teams los in dem lukrativen Wettbewerb - der Sieger kann an Prämien bis zu 495.000 Euro verdienen.

Kiel empfängt in Chambery den leichtesten Gegner in Horror-Gruppe A, der HSV reist zu Montpellier HB mit Nikola Karabatic, und die Löwen haben beim FC Barcelona eine ganz schwere Aufgabe vor der Brust.

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