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Uwe Gensheimer spielte bei der EM 2010 sein erstes großes Turnier für Deutschland © getty

Die Löwen siegen mit ihrem neuen Trainer bei Rekord-Titelträger FC Barcelona. Der THW zerlegt zum Auftakt in Horror-Gruppe A Chambery.

Von Julian Meißner

München - Das Debüt des neuen Löwen-Trainers Gudmundur Gumundsson hätte erfolgreicher kaum verlaufen können: Die Badener gewannen zum Auftakt der Champions League bei Rekord-Titelträger FC Barcelona knapp mit 31:30 (14:13).

Das Management der Rhein-Neckar Löwen hatte sich am Donnerstag überraschend vom schwedischen Trainergespann Ola Lindgren und Kent-Harry Andersson getrennt.

Die Mannschaft zeigte die gewünschte Reaktion und rang das Star-Ensemble des Vorjahresfinalisten in eigener Halle nieder. Den umjubelten Siegtreffer erzielte Neuzugang Ivan Cupic.

Bielecki wieder stark

Neben dem Kroaten überzeugten Shooter Karol Bielecki und Keeper Slawomir Szmal, der die Katalanen mit seinen Paraden zur Verzweiflung brachte.

Nachdem der erste Durchgang ausgeglichen verlief, setzten sich die Gäste zunächst auf 19:15 ab, Barca glich jedoch zum 19:19 (41.) aus.

Beim 25:21 (50.) sahen die Spanier schon wie der sichere Sieger aus, doch die Löwen kämpften sich zurück ins Spiel. Cupic traf 77 Sekunden vor Schluss zur erneuten Führung, Laszlo Nagy vergab die letzte Chance für den siebenmaligen Champions-League-Sieger.

Kiel siegt locker

Titelverteidiger THW Kiel war zuvor erwartungsgemäß ebenfalls mit einem Sieg gestartet und setzte eine erste Duftmarke in der Horror-Gruppe A.

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Der zweimalige Gewinner der Königsklasse besiegte in seiner ersten Vorrunden-Partie den französischen Vizemeister Chambery Savoie leicht und locker mit 35:23 (21:10).

Früh klare Verhältnisse

Kiel dominierte in der ausverkauften Sparkassen-Arena von Beginn an und überrollte die überforderten Gäste aus den französischen Alpen förmlich.

Beim 10:5 (16.) für den THW durch Rechtsaußen Tobias Reichmann nahm Chamberys Trainer Philippe Gardent eine Auszeit, doch der THW war auch durch diese Zwangspause in seinem Spiel nicht zu stoppen. Über 15:5 (25.) erspielten sich die "Zebras" bis zur Pause dank konsequenten Tempo-Handballs einen komfortablen Elf-Tore-Vorsprung.

Spielzeit für Fernandez

Im zweiten Durchgang ließen es die Kieler etwas gemächlicher angehen. Trainer Alfred Gislason wechselte munter durch und gab auch Neuzugang Jerome Fernandez Spielzeit zur Eingewöhnung.

Über 26:15 (41.) und 30:21 (54.) brachte der deutsche Rekordmeister seinen Auftakterfolg sicher nach Hause.

Verletzung bei Ilic

Einziger Wermutstropfen für die Kieler: Rückraumspieler Momir Ilic knickte in der 54. Minute um und humpelte vom Feld, die genaue Diagnose steht noch aus.

"Ob es eine schwerere Bänderverletzung ist, müssen weitere Untersuchungen zeigen", sagte Gislason.

Neben seinen Kielern, Chambery, den Löwen und Barca treten noch Kielce aus Polen und RK Celje aus Slowenien in der Gruppe A an, die der isländische Coach als "die schwerste aller Zeiten" bezeichnet.

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