vergrößernverkleinern
Johannes Bitter kam 2007 vom SC Magdeburg zum HSV Hamburg © imago

Hamburgs Torhüter dreht in Montpellier nach dem Wechsel richtig auf. Karabatic und Co. können am Ende nicht mehr zulegen.

Von Julian Meißner

München - Nach den Auftakterfolgen von Titelverteidiger THW Kiel und Überraschungssieger Rhein-Neckar Löwen hat auch Vizemeister HSV Hamburg einen Einstand nach Maß in die Champions-League-Saison gefeiert.

Das Team von Trainer Martin Schwalb siegte am Sonntag beim französischen Meister Montpellier HB dank einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang und eines überragenden Torhüters Johannes Bitter mit 30:26 (12:15).

Dabei dominierten die Hausherren um Superstar Nikola Karabatic die Partie bis zur Halbzeit, der HSV verlor zudem früh Nationalspieler Torsten Jansen nach der dritten Zeitstrafe (24.).

Doch das Team von der Elbe zeigte Moral und kämpfte sich zurück ins Spiel, der Sieg war am Ende aufgrund der steigenden Fehlerquote Montpelliers hochverdient.

Duvnjak und Karabatic überragen

Bester Werfer auf Seiten des HSV war der kroatische Nationalspieler Domagoj Duvnjak mit sechs Treffern.

Karabatic kam als erfolgreichster Schütze der Gegenseite auf die gleiche Ausbeute.

Drei Siege, eine Niederlage

Der vierte deutsche Vertreter, die SG Flensburg-Handewitt war bereits unter der Woche mit einer Niederlage bei den spanischen Stars von Ciudad Real in den Wettbewerb gestartet.

Am Sonntag hatten dann der THW mit dem Kantersieg gegen Chambery und vor allem die Löwen unter ihrem neuen Trainer Gudmundur Gudmundsson beim FC Barcelona für Highlights aus deutscher Sicht gesorgt.

Blitzstart der Gastgeber

In Montpellier übernahm das Team von Ex-Welthandballer Karabatic sofort die Initiative, der HSV geriet über 1:3 (5.) und 4:6 (14.) schnell ins Hintertreffen

Gegen die Mannschaft von Trainer Patrice Canayer, der seine Formation teilweise mit sieben Feldspielern agieren ließ, tat sich Hamburg lange schwer, hatte am Ende aber den längeren Atem.

Die Franzosen, bei denen auch der ehemalige Kieler Vid Kavticnik (4 Treffer) auflief, warfen mit einem Zwischenspurt kurz vor dem Seitenwechsel einen Vier-Tore-Vorsprung heraus.

Zweite Rote Karte

Doch der HSV drehte nach der Pause auf und kam beim (15:15/38.) per Siebenmeter von Hans Lindberg erstmals wieder zum Ausgleich.

Als auch die Gastgeber mit Branislav Obradovic (3x2 Zeitstrafen) in der hart geführten Partie einen Spieler verloren, wendete sich das Blatt. Vor allem Bitter steigerte sich in dieser Phase zwischen den Pfosten - dennoch blieb es zunächst eng.

Montpellier zollt Tribut

Erst beim 23:20 (47.) durch Igor Vori wurde die Hamburger Führung etwas deutlicher. Dabei profitierten die Hanseaten auch von nachlassenden Kräften bei den Franzosen, die anfangs vor allem mit ihrer aggressiven Deckung überzeugten.

In Gruppe B treten die ambitionierten Hamburger neben Montpellier noch gegen MKB Veszprem (Ungarn), IK Sävehof (Schweden), KIF Kolding (Dänemark) und Tatran Presov (Slowakei) an. Die ersten vier Teams einer Gruppe erreichen das Achtelfinale.

Zum Forum - Jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel