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Der HSV trifft am nächsten Spieltag der Königsklasse am 14. Oktober auf IK Sävehof © getty

Der HSV-Hamburg hakt den Betriebsunfall in Ungarn ab und blickt nach vorn. Besser machen es Flensburg und die Rhein-Neckar Löwen.

Hamburg - Der kurze Ärger war beim HSV Hamburg längst verraucht, als der deutsche Pokalsieger am Sonntag vormittag in die Hansestadt zurückkehrte.

Die 30:33 (13:15)-Niederlage beim ungarischen Meister MKB Veszprem KC am zweiten Spieltag der Champions League war zu diesem Zeitpunkt bereits als eher unbedeutender Betriebsunfall abgehakt.

Denn da sich die vier besten Mannschaften der vier aufgeblasenen Vorrundengruppen für das Achtelfinale der Königsklasse qualifizieren, muss sich der deutsche Vize-Meister um sein Weiterkommen nicht ernsthaft sorgen.

Schwalb mit Kampfansage

"Ich freue mich schon jetzt auf das Rückspiel", formulierte HSV-Trainer Martin Schwalb seine Kampfansage an die Magyaren, die mit der Unterstützung von knapp 5000 Zuschauern 60 Minuten lang Druck auf die Gäste ausübten und den Norddeutschen keine einzige Führung gestatteten.

Was dem HSV diesmal fehlte, war ein Torjäger wie der Serbe Marko Vujin, der gleich 13 Treffer für die Ungarn erzielte.

Sieg in Montpellier Gold wert

Die Hamburger mussten schon deshalb die Niederlage nicht so tragisch nehmen, weil sie zum Auftakt das Schlüsselspiel beim französischen Titelträger Montpellier HB mit dem ehemaligen Kieler Superstar Nikola Karabatic mit 30:26 für sich entschieden hatten.

Auch HSV-Kapitän Guillaume Gille wollte die Niederlage nicht überbewerten: "Wir sind eben in den entscheidenden Situationen zu oft am ungarischen Torwart gescheitert."

Ins nächste Heimspiel am 14. Oktober gegen IK Sävehof aus Schweden geht der HSV als klarer Favorit.

Flensburg siegt klar

Ihrer Favoritenrolle gerecht wurde in der Gruppe D die SG Flensburg-Handewitt. Beim seinem 150. internationalen Auftritt ließ der deutsche Ex-Meister Rumäniens Titelträger HCM Constanza mit einem ungefährdeten 29:22 (15:7)-Sieg keine Chance.

Zwar machten die Schleswig-Holsteiner damit ihre 19:27-Auftaktniederlage in Spanien bei Ciudad Real wieder wett, doch vollständig zufrieden war Coach Per Carlen dennoch nicht: "Eigentlich hätten wir 40 Tore erzielen müssen."

Gensheimer überragend

Dies gelang zwar auch den Rhein-Neckar Löwen nicht, aber durch ihren harterkämpften 32:28 (14:12)-Erfolg beim slowenischen Meister RK Celje übernahmen sie in der Gruppe A die Tabellenführung von Titelverteidiger THW Kiel.

Ohne Minuspunkt, denn am vergangenen Wochenende war den Mannheimern ein unerwarteteter 31:30-Sieg beim FC Barcelona gelungen.

"4:0 Punkte bedeuten einen starken Start in die Champions League. Aber wir bleiben mit beiden Beinen auf dem Boden", sagte Trainer Gudmundur Gudmundsson.

Allein zwölf Tore steuerte Nationalspieler Uwe Gensheimer bei.

MKB Veszprem - HSV Hamburg 33:30 (14: 13)

Tore: Vujin (13/6), Gulyas (5), Reinaldo (4), Gergo Ivancsik (3), Csaszar (3), Sulic (3), Tamas Ivancsik (1), Terzic (1) für Veszprem Lindberg (6/2), Jansen (6), Lackovic (5), Lijewski (4), Bertrand Gille (3), Vori (3), Duvnjak (2), Guillaume Gille (1) für Hamburg Zuschauer: 5000

SG Flensburg-Handewitt - HCM Constanta 29:22 (15:7)

Tore: Eggert-Jensen (9/1), Carlen (5), Hansen (5), Mogensen (3), Fahlgren (2), Szilagyi (2), Karlsson (1), Djordjic (1), Mocsai (1) für FlensburgToma (10/3), Riganas (4), Csepreghi (4/1), Schuch (2), Baiceanu (1), Burica (1) für ConstantaZuschauer: 3000

HC Celje Lasko - Rhein-Neckar Löwen 28:32 (12:14)

Tore: Rnic (8), Gajic (8) beste Schützen für Celje - Gensheimer (12/7), Cupic (5), Tkaczyk (4), Lund (4), Schmid (4), Myrhol (2), Stefansson (1) für die Rhein-Neckar Löwen Zuschauer: 5000

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