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Filip Jicha absolvierte bereits 102 Spiele für die tschechische Nationalmannschaft © getty

Trotz des unglücklichen Remis gegen Barcelona herrscht in Kiel gute Stimmung. "Ein paar Kleinigkeiten" müsse man aber verbessern.

Von Björn Seitner

München - Ausgleich in letzter Sekunde, Barcelona jubelt in der Sparkassen-Arena von Kiel.

Doch schlechte Stimmung herrscht beim Deutschen Serienmeister THW Kiel nach dem 28:28 (14:19) in der Champions League gegen den FC Barcelona nicht.

20 Sekunden vor Schluss brachte Filip Jicha, mit fünf Toren zweitbester Werfer der "Zebras", sein Team mit einem Rückraumtreffer in Führung, ehe Albert Rochas sieben Sekunden vor dem Ende doch noch den Ausgleich erzielte.

"Wir haben eine super Partie gespielt. Die Stimmung ist sehr gut", betonte Jicha gegenüber SPORT1.

Dass man "in dieser Phase der Saison" einen Punkt abgegeben habe, sei "gar nicht tragisch", denn man habe noch nicht den Druck gewinnen zu müssen.

"Man kann auch mit zehn Toren verlieren"

"Am Ende war Barcelona in einigen Phasen einfach cleverer. Wir müssen das Spiel analysieren und schauen, wo wir die Fehler gemacht haben", stellte der 28-Jährige zur Neuauflage des Finals des vergangenen Spielzeit nüchtern fest.

Und weiter: "Gegen Barcelona kann man auch mit zehn Toren verlieren, wenn man einen schlechten Tag erwischt."

"Ein paar Kleinigkeiten" haben die Partie am Ende entschieden.

Kleinigkeiten entscheiden

Kleinigkeiten die Jicha selbst beim Namen nennt: "Unnötige Ballverluste", aber auch das Fehlen der Top-Stars Daniel Narcisse und Kim Anderson war wohl ausschlaggebend.

Gerade in der Schlussphase, als die Katalanen häufig durchwechseln konnten, fehlten dem THW die Spieler.

Auch wenn der Rückraumspieler das nicht als Ausrede gelten lassen will: "Kim Anderson und Daniel Narcisse sind natürlich Spieler die uns fehlen. Aber wir mussten in der letzten Saison auch größtenteils ohne die Beiden auskommen. Wir haben auch andere super Spieler im Kader."

Omeyer mit starker Leistung

Glücklicherweise haben die Kieler Torhüter Thierry Omeyer.

Der Franzose war der überragende Mann beim THW, hielt alleine in der ersten Halbzeit 18 Bälle.

Seine gute Leistung schrieb er aber auch dem Team zu: "Unsere Deckung stand sehr gut. Dann kann es für einen Torwart auch schnell mal wie von allein laufen."

"Paar Prozent draufpacken"

Damit es in der nächste Partie am Sonntag gegen KS Vive Kielce noch besser läuft und der THW einen Sieg einfährt, "müssen wir beim nächsten Mal ein paar Prozent mehr draufpacken", rät Jicha.

Der offenbar nicht ganz so zufriedene Trainer Alfred Gislason schlägt in die gleiche Kerbe: "Wir wollen weiterhin Erster oder Zweiter in unserer Gruppe werden. Dafür müssen wir in den nächsten Partien aber besser spielen."

Und auf die "Kleinigkeiten" muss geachtet werden, die in der Partie gegen Barcelona vernachlässigt wurden.

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