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Bester Flensburger in Sarajevo: Rechtsaußen Lasse Svan Hansen © getty

Nach einer Pleite auch in Kolding bangt Hamburg bereits ums Achtelfinale, während die SG alle Trümpfe in der Hand hält.

Frankfurt - Pokalsieger HSV Hamburg ist außer Tritt geraten, die SG Flensburg-Handewitt dagegen bleibt in der Champions League auf Erfolgskurs:

Während die Hanseaten durch das 30:32 (15:16) bei Kolding IF/Dänemark bereits die zweite Niederlage im dritten Gruppenspiel kassierten und im Kampf um das Achtelfinale patzten, feierte Ex-Meister Flensburg mit dem 35:23 (18:9) beim HC Bosna Sarajevo in Bosnien seinen zweiten Erfolg.

Vizemeister Hamburg (2:4 Punkte) verlor in Kolding nach dem 30:33 beim ungarischen Meister MKB Veszprem KC bereits das zweite Auswärtsspiel in Folge.

Das Team von Trainer Martin Schwalb, für das der kroatische Nationalspieler Blazenko Lackovic sieben Treffer erzielte, konnte am 3. Spieltag der Gruppe B nach gutem Beginn im zweiten Abschnitt nicht mehr die Führung übernehmen.

Kraus als tragische Figur

Kurz vor dem Ende scheiterte Nationalspieler Michael Kraus am überragenden KIF-Keeper Ole Erevik und vergab so die Chance auf den Anschlusstreffer und eine späte Wende.

"Wir haben nur in den ersten 20 Minuten eine gute Leistung geboten. Danach haben wir Probleme in der Verteidigung und insgesamt auf zu vielen Positionen bekommen", haderte Schwalb.

Linksaußen Matthias Flohr übte im Namen der Mannschaft Selbstkritik: "Wir müssen weiter hart an uns arbeiten und überlegen, was da falsch lief."

Christiansen reißt Löcher

Vor allen Dingen der frühere Flensburger Lars Christiansen (6/1), der nach der vergangenen Saison die Bundesliga nach 14 Jahren verlassen hatte, fand immer wieder Lücken in der HSV-Deckung.

Nach drei Auswärtsspielen in Serie zum Auftakt der Gruppenphase steht am Donnerstag für die Hamburger jetzt die erste Heimpartie auf dem Programm.

Ein Sieg des Supercup-Siegers gegen IK Sävehof aus Schweden ist dabei fast schon Pflicht.

Flensburg souverän

Vier Tage vor dem Bundesliga-Knüller gegen Kiel dominierte Flensburg (4:2 Punkte) in der Gruppe D die Partie in Sarajevo von Anfang an.

Bereits beim 19:9 kurz nach der Pause war die Vorentscheidung zu Gunsten der Gäste gefallen.

Herausragender Akteur der ersten Halbzeit war Rechtsaußen Lasse Svan Hansen. Der Däne machte aus sieben Versuchen sechs Tore und holte einen Siebenmeter heraus.

Hansen überragt

Hansen war mit 10 Treffern (davon ein Strafwurf) neben Torhüter Dan Beutler (18 Paraden) auch der überragende Flensburger.

"Unsere Leistung war sehr gut, aber Sarajevo hat enttäuscht. Wir dürfen den Sieg deshalb nicht überbewerten", meinte Flensburgs Teammanager Ljubomir Vranjes.

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