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Seit 2005 leitet Trainer Martin Schwalb die sportlichen Geschicke beim HSV © getty

Für die Hamburger wird die Luft in der Champions League immer dünner, vor der Partie gegen Sävehof fallen deutliche Worte.

Von Barnabas Szöcs

München - Nordisch kühl kann die momentane Stimmung beim Hamburger SV sicherlich nicht bezeichnet werden. Eher schon ziemlich hitzig.

Nach der schmerzhaften Niederlage der Hamburger gegen Kolding (30:32) in der Champions League hängt der Haussegen vor der Partie gegen Sävehof deutlich schief.

Die Ausgangslage vor der Partie gegen den schwedischen Meister (ab 20 Uhr LIVESCORES) ist alles andere als rosig.

Nach drei Spielen in der "Königsklasse" hat das Team von Trainer Martin Schwalb bereits zwei Niederlagen zu verzeichnen, mit 2:4 Punkten rangieren die Norddeutschen in der Sechsergruppe nur auf dem vierten Tabellenplatz (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

"Noch eine Pleite, dann ist der Titel futsch."

Zu wenig für die Ambitionen der Hafenstädter.

"Kolding hätte nicht sein dürfen. Das war schlecht. Wenn wir so weitermachen, wird die Situation gefährlich", warnte Nationalspieler Pascal Hens in der "Bild" und setzte noch einen drauf: "Noch eine Pleite, dann ist der Titel futsch."

Für Schwalb und seine Mannen wächst der Erfolgsdruck auf der europäischen Bühne, Ausrutscher wie gegen Kolding soll es nicht mehr geben.

Wachrütteln ist angesagt

"Wir werden in dem Wettbewerb kein Spiel mehr verlieren", versprach der 47-jährige Coach der Hamburger gegenüber der "Welt".

Mit einem Erfolg in der heimischen Alsterdorfer Sporthalle gegen Sävehof - Ex-Team von Torhüter Per Sandström - soll das angepeilte Ziel vom Gruppensieg weiterhin gewahrt bleiben.

Wachrütteln muss er besonders die Defensive, die in letzter Zeit erkennbare Schwächen aufwies.

Deutliche Forderung ans Team

Vor dem ersten von vier Endspielen in der Champions League fordert Schwalb recht drastisch eine geschlossene Mannschaftsleistung:

"Wer da nicht mitzieht, hat beim HSV nichts zu suchen", formulierte der Trainer in der "Hamburger Morgenpost" unmissverständlich.

Selbst HSV-Präsident Andreas Rudolph meldete sich nach der Niederlage gegen Kolding im "Hamburger Abendblatt" zu Wort, bezeichnete die Leistung als "katastrophal", es sei für ihn "kein Fortschritt" erkennbar gewesen.

Berlin im Hinterkopf?

Ein nicht unwesentlicher Faktor vor der heutigen Partie dürfte der Blick auf den kommenden Spieltag in der Toyota HBL sein, wo am Sonntag Überraschungs-Spitzenreiter Füchse Berlin nach Hamburg reisen.

"Wenn wir am Sonntag die Füchse Berlin schlagen, dann ist alles gut", feuerte Rudolph seine Mannschaft vor dem Duell gegen den aktuellen Tabellenführer an.

Fest steht: der HSV muss in den kommenden Spielen Leidenschaft und Feuer zeigen, um die stark aufheizte Stimmung deutlich zu kühlen.

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