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Dimitri Torgovanov (2.v.l.) und der HSV lagen zwischenzeitlich mit sieben Toren zurück © imago

Der HSV sichert sich den Einzug in die Hauptrunde der Champions League. Auch THW Kiel ist das Weiterkommen kaum noch zu nehmen.

Hamburg/Kiel - Für die einen war es ein Gewaltmarsch, für die anderen ein Spaziergang: Mit unterschiedlichem Kraftaufwand haben sich die Bundesligisten HSV Hamburg und THW Kiel ihre weiße Weste in der ersten Gruppenphase der Champions League bewahrt.

Die Hanseaten können nach einem umkämpften 29:27 gegen den dänischen Meister FC Kopenhagen bereits vorzeitig für die Hauptrunde planen.

Dem deutschen Double-Gewinner aus Kiel ist das Weiterkommen nach einem 40:28-Sieg gegen Drammen HK nur noch theoretisch zu nehmen.

Endspurt sichert Sieg

"Wir sind dem Tod noch mal von der Schippe gesprungen", meinte der nach dem Spielende nicht weniger als seine Spieler geschaffte HSV-Boss Andreas Rudolph. 18 Minuten vor Schluss hatten die Hamburger gegen den FCK mit sieben Toren zurückgelegen, die Partie dank eines beherzten Endspurts dann aber doch noch gedreht.

"Das Wichtigste war, dass wir immer an uns geglaubt haben. So schlecht konnten wir ja nicht weiterspielen. Wir haben Willen, Engagement und Herz gezeigt", sagte Nationalspieler Torsten Jansen, mit acht Treffern erfolgreichster HSV-Werfer, der vor 2800 Zuschauern gemeinsam mit dem nach der Pause für Johannes Bitter eingewechselten Torhüter Per Sandström zum Matchwinner avancierte.

Punktepolster für die Hauptrunde

Schon im Hinspiel in Dänemark hatte der HSV seinen ärgsten Gruppen-Konkurrenten mit 34:31 bezwungen und kann jetzt darauf hoffen, mit einem Punktepolster in die Hauptrunde zu starten.

Gemäß des neuen Champions-League-Reglements nehmen die Teams die Zähler, die sie gegen den ebenfalls weitergekommenen Gegner gewonnen haben, mit in die nächste Runde. Da die Kopenhagener als Favorit auf Platz zwei in der Gruppe gelten, würde der HSV mit 4:0 Punkten in die Hauptrunde gehen.

Glanzloser Sieg

Für die Kieler war die Partie gegen den auch nach vier Spieltagen weiter auf den ersten Punktgewinn wartenden Außenseiter aus Drammen hingegen über weite Strecken nur ein lockerer Aufgalopp für die Bundesliga-Spitzenpartie am kommenden Sonntag gegen den TBV Lemgo.

Trotz des deutlichen Sieges versprühte der Vorjahres-Finalist ohne seinen verletzten Star Nikola Karabatic wenig Glanz, wurde aber auch nur selten wirklich gefordert.

"Die Länderspiel-Pause hat meinem Team nicht ganz so gutgetan. Durch die Ausfälle mussten wir improvisieren. In der ersten Halbzeit hatten wir Probleme, in den Rhythmus zu kommen und uns abzusetzen", analysierte THW-Trainer Alfred Gislason nach dem Erfolg vor 10.250 Zuschauern in der ausverkauften Kieler Halle: "Die kommenden Aufgaben werden für uns schwieriger."

Neuzugang in Kiel

Immerhin kann der Coach dann aber auf einen neuen Torhüter zurückgreifen. Nach der Meniskusverletzung von Andreas Palicka verpflichtete der deutsche Rekordmeister am Donnerstag den schwedischen Nationalspieler Herdeiro Lucau vom Erstligisten IF Guif Eskilstuna, der ab sofort spielberechtigt ist.

Die beiden anderen deutschen Teilnehmer greifen erst am kommenden Wochenende wieder ins Geschehen ein. Am Samstag muss Vize-Meister SG Flensburg-Handewitt zu Haukar Hafnarfjördur nach Island reisen. Die Rhein-Neckar Löwen empfangen am Sonntag Pick Szeged aus Ungarn.

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