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Filip Jicha (M.) liefert sich mit Kiel umkämpfte Partien mit den Rhein-Neckar-Löwen © imago

Die Rhein-Neckar Löwen und Kiel kreuzen in elf Tagen dreimal die Klingen und erinnern an die Werder-vs.-HSV-Wochen 2009.

Kiel - Es ist ein wenig wie im Frühjahr 2009. Nur der Ball ist diesmal etwas kleiner:

Wenn die Handball-Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen und THW Kiel in den kommenden beiden Wochen zum Dauerduell antreten, fühlen sich nicht nur Sportfans im hohen Norden an den Derby-Wahnsinn des vergangenen Jahres erinnert.

Viermal in 19 Tagen trafen die Fußball-Bundesligisten Hamburger SV und Werder Bremen damals aufeinander- in Bundesliga, DFB-Pokal und UEFA-Cup.

Im Handball ist die Konstellation nun ähnlich kurios: Innerhalb von nur elf Tagen stehen sich die beiden Topteams immerhin dreimal gegenüber. Und wieder hoffen die Fans auf packende Duelle, atemberaubende Spannung und echte Leckerbissen auf dem Spielfeld.

Champions-League-Auftakt auf Augenhöhe

Den Auftakt macht am Sonntag das erste Champion-League-Duell im Norden. Dabei geht es um nicht weniger als die Tabellenführung in der "Hammergruppe" A: Vor dem Duell rangieren der THW und die Löwen (So., ab 17 Uhr LIVESCORES) punktgleich an der Spitze.

"Über den THW brauche ich nicht viel zu sagen, das ist ein Topteam. Jeder Spieler muss eine starke Leistung zeigen, wenn wir dort erfolgreich sein sollen", sagt Löwen-Trainer Gudmundur Gudmundsson vor dem ersten Treffen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Mit Niederlagen ins Dauerduell

In der Liga kassierte sein Team allerdings zuletzt eine bittere Niederlage bei der SG Flensburg-Handewitt (31:32) und rutschte auf Rang vier ab.

Nicht viel besser erging es dem THW Kiel: Das unglückliche 25:26 beim neuen Spitzenreiter HSV Hamburg kostete den deutschen Rekordmeister die Tabellenführung.

Von einem "Machtwechsel" war anschließend die Rede - ein Wort, das in Kiel niemand gerne hört. Wiedergutmachung heißt vor dem Topspiel also das große Ziel auf beiden Seiten.

Zeitz vor Rückkehr

Personell scheint Kiel leicht im Vorteil: Christian Zeitz wird nach seinem Muskelfaserriss wohl in die Mannschaft zurückkehren.

Anders die Situation bei den Löwen. Neben dem am Knie verletzten Gudjon Valur Sigurdsson und Michael Müller mit Kreuzbandriss fällt nun auch Ivan Cupic wochenlang aus.

Immerhin steht Weltmeister-Torhüter Henning Fritz wieder im Kader. "Ich werde auf jeden Fall mit nach Kiel reisen. Wie fit ich sein werde, muss man abwarten", sagt der Schlussmann.

Weiter geht es mit dem Dauerduell am Freitag in Mannheim mit dem Rückspiel in der Champions League. Auch in der Bundesliga-Partie am 1. Dezember haben die Löwen Heimrecht.

Wer wird Werder, wer HSV?

Die große Frage unter den Fans lautet nun: Wer wird Werder, wer der HSV? Denn das Duell im Fußball hatte einen klaren Sieger: In beiden Pokalduellen setzte sich Werder durch und sorgte so für Albträume bei den HSV-Anhängern.

Einziger Trost: Am Ende reichte es für die Hamburger wenigstens noch zur Europa-League-Teilnahme. Verloren ist also auch nach einer Pleitenserie im Dauerduell noch nichts.

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