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Patrick Groetzki kam 2007 von der SG Pforzheim-Eutingen zu den Löwen © getty

Die Badener wenden gegen Celje die erste Heimschlappe in der Königsklasse knapp ab. Der HSV fügt Veszprem die erste Pleite bei.

Mannheim - Die Rhein-Neckar Löwen haben den Einzug ins Achtelfinale der Champions League vorzeitig perfekt gemacht:

Die Badener besiegten am 7. Spieltag den 16-maligen slowenischen Meister HC Celje Lasko dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit mit 33:32 (14:16) und untermauerten ihren zweiten Platz in der Gruppe A mit 10:4 Punkten hinter Spitzenreiter THW Kiel (10:2). (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Nationalspieler Patrick Groetzki gelang sechs Sekunden vor dem Schlusspfiff der Siegtreffer.

Auch der HSV Hamburg erkämpfte sich in der Königsklasse ein Erfolgserlebnis und bleibt auf Kurs Richtung Achtelfinale.

HSV nun Tabellenzweiter

Mit dem knappen 27:26 (13:11) fügte der Bundesliga-Spitzenreiter dem zuvor noch ungeschlagenen ungarischen Serienmeister MBK Veszprem KC die erste Niederlage zu und verbesserte sich mit neun Punkten in der Gruppe B auf den zweiten Tabellenrang.

Bester Werfer im HSV-Trikot war Nationalspieler Pascal Hens mit acht Toren. Der deutsche Rekordmeister und Titelverteidiger Kiel tritt am Sonntag (17.15 Uhr) beim FC Barcelona an.

Drei Tage nach dem Erfolg in der Bundesliga gegen Kiel (29:26) waren für die Löwen vor 6000 Zuschauern Bjarte Myrhol, Grzegorz Tkaczyk (beide 5 Tore) und Uwe Gensheimer (5/5) die besten Werfer.

Im Gehäuse der Gastgeber überragte Welthandballer Slawomir Szmal.

Löwen lange in Rückstand

Das Team von Trainer Gudmundur Gudmundsson ist damit in seiner Sechsergruppe nicht mehr von einem der ersten vier Plätze zu verdrängen, die den Einzug ins Achtelfinale garantieren.

Der Pokalfinalist der vergangenen Saison tat sich aber besonders in der ersten Halbzeit schwer und konnte nach dem 2:1 (3.) lange Zeit nicht mehr in Führung gehen.

Sowohl in der Abwehr als auch im Angriff offenbarten die Löwen Schwächen und wirkten gegenüber dem Spiel gegen Kiel vor allen Dingen physisch nicht auf der Höhe.

Erst beim 27:26 in der 49. Minute brachte Gudjon-Valur Sigurdsson (3) die Gastgeber wieder in Front. Der frühere Bundesliga-Torschützenkönig bestritt nach neunmonatiger Verletzungspause wegen einer Knie-OP erst sein zweites Spiel seit Februar.

Nächstes Spiel gegen Barcelona

Allerdings gab sich Celje nicht geschlagen und ging zwei Minuten vor dem Ende 32:31 in Führung. Doch Tkaczyk und Groetzki besiegelten den Erfolg.

Nach dem Spieltag am Wochenende geht die Champions League in eine zweieinhalbmonatige Winterpause, in der unter anderem die WM in Schweden (13. bis 30. Januar 2011) ansteht.

Die Löwen empfangen in der nächsten Partie der Königsklasse am 20. Februar den FC Barcelona, Hamburg hat am gleichen Tag Montpellier zu Gast.

In der vergangenen Saison waren die Löwen im Viertelfinale ausgeschieden, im Jahr davor im Halbfinale.

HSV Hamburg - MBK Veszprem KC 27:26 (13:11)

Tore: Hens (8), Kraus (5/3), Vori (4), B. Gille (4), M. Lijewski (4), G. Gille (1), Lindberg (1) für HamburgVujin (7/4), Terzic (6), Sulic (5), Gulyas (2), G. Ivancsik (2), Nagy (2), T. Ivancsik (1), Csaszar (1)Zuschauer: 3688

Rhein-Neckar Löwen - HC Celje Lasko 33:32 (14:16)

Tore: Myrhol (5), Tkaczyk (5), Gensheimer (5/5), Groetzki (4), Stefansson (3), Schmid (3), Sigurdsson (3), Sesum (2), Gunnarsson (1), Bielecki (1), Lund (1) für die Rhein-Neckar LöwenGajic (7), Rnic (6), Toskic (5), Metlicic (4), Vugrinec (4/1), Zorman (3), Kokascharow (2), Razgor (1) für Celje

Zuschauer in Mannheim: 6000

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