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Held der Schluss-Sekunden in Karlsruhe: Karol Bielecki © getty

Erst Champions-League-Thriller, dann Bundesliga-Schlusslicht: Die Rhein-Neckar Löwen müssen ganz schnell den Schalter umlegen.

Von Tobias Schröter

München - Welch ein Kontrast für die Rhein-Neckar Löwen.

Nach dem hochwichtigen und hochspannenden Remis im Champions-League-Duell gegen Croatia Zagreb am Mittwoch folgt am 12. Spieltag der Bundesliga am Samstag (15 Uhr) die dröge Pflicht gegen Schlusslicht Stralsund.

Vom ganz oben nach ganz unten in nicht einmal zwei Tagen - da sind Motivationsprobleme programmiert.

Spannende Schlussminuten

Es war eine ganz heiße Schlussphase in der Karlsruher Europahalle, in die die Löwen wegen Baumaßnahmen an der Mannheimer SAP-Arena einmalig ausweichen mussten.

Die Gastgeber - insgesamt 56 Minuten des Spiels in Rückstand - schafften sechs Minuten vor Schluss zunächst durch Grzegorz Tkaczyk den Ausgleich und dann durch Patrick Groetzki die erstmalige 25:24-Führung. Die Halle stand Kopf.

Bielecki der Remis-Retter

Nach der erneuten Führung der Kroaten schafften die Löwen das Unmögliche: Karol Bielecki, für den vom Feld genommenen Henning Fritz als sechster Spieler auf dem Feld, wuchtete den Ball aus großer Distanz ins Zagreb-Gehäuse - der Ausgleich mit der Schlussirene.

Tkaczyk warnt

Dem gegenüber steht nun das Heimspiel gegen den Tabellenletzten aus der Ostsee-Stadt, der sowohl in sportlicher als auch in finanzieller Hinsicht am Boden liegt: Stralsund droht ähnlich wie Nordhorn und Essen der wirtschaftliche Kollaps.

Alles andere als ein Sieg gegen das Schlusslicht, das die letzten drei Partien mit 13 oder mehr Toren Unterschied verlor, wäre eine Riesenüberraschung.

Löwe Grzegorz Tkaczyk warnt dennoch: "Wir wissen, dass der SHV auch kämpfen und alles versuchen wird. Jede Partie ist wichtig. Egal, ob es gegen Kiel, Zagreb oder Stralsund geht."

Hens wieder zurück

Zeitgleich zur Partie in Mannheim steigt am Samstag um 15 Uhr das Spiel Großwallstadt gegen Balingen sowie das Rheinland-Derby Dormagen gegen Gummersbach. Bereits am Freitag spielt TUSEM Essen gegen Melsungen (19.30 Uhr LIVESCORES).

Beim Champions-League-Auftritt des Hamburger SV, der am Sonntag um 15.45 Uhr beim slowakischen Klub Tatran Presov antreten muss, kann wieder ein wichtiger Spieler wieder mitwirken.

Weltmeister Pascal Hens hat drei Monate nach seiner Schienbeinfraktur bei den Olympischen Spielen von der medizinischen Abteilung der Hanseaten grünes Licht für einen Einsatz bekommen.

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