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Gudmundur Gudmundsson (Mitte) führte Island bei Olympia in Peking zur Silbermedaille © getty

Allein der Name der Katalanen geht den Löwen vor dem Rückspiel "runter wie Butter". Außerdem gastiert Karabatic beim HSV.

Von Andreas Berten

München - Als Gudmundur Gudmundsson im September erstmals auf der Trainerbank der Rhein-Neckar-Löwen Platz nahm, war das an keinem geringeren Ort als im Palau Blaugrana.

In jener altehrwürdigen Spielstätte des FC Barcelona, gleich im Schatten des Fußball-Tempels Camp Nou.

Aber Gudmundsson blieb unbeeindruckt: Die Löwen nahmen mit dem überraschenden 31:30 die Festung ein.

Am Sonntag (ab 15.30 Uhr LIVESCORES) kommt es nun zum Rückspiel in der Champions League. Und nicht nur dazu: Der HSV Hamburg trifft noch auf Montpellier AHB (ab 17 Uhr LIVESCORES) und die SG Flensburg auf Ciudad Real (ab 18.45 Uhr LIVESCORES).

Es ist der Super Sunday in der Königsklasse (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Trotz Hinspiel-Sieg: Löwen sind nur Außenseiter

In der Champions League hui, in der Bundesliga pfui: National rennen die Löwen um National-Linksaußen Uwe Gensheimer ihrem Anspruch hinterher.

In der Königsklasse stehen nur die um zwei Pluspunkte besseren Kieler (12:4), die bei Chambery Savoie einen mühevollen 28:26-Erfolg feierten, in der Gruppe A vor den Kraichgauern. Doch in der Toyota HBL klafft zwischen den viertplatzierten Löwen und dem Spitzenreiter Hamburg eine satte Neun-Punkte-Lücke.

Nach dem 26:26 am vergangenen Sonntag gegen die HSG Wetzlar polterte Gundmundsson: "Das war das schlechteste Spiel meiner Amtszeit." (Auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

Auch Ex-Nationalspieler und Ex-Löwe Christian Schwarzer wusste nicht weiter. "Es ist mir immer wieder ein Rätsel, warum es die Löwen nicht schaffen, mehr Konstanz in ihre Leistungen zu bringen."

Barca läuft Ciudad Real den Rang ab

Davon kann auf internationalem Parkett nicht die Rede sein. "Bislang haben wir in der Champions League gute Leistungen gezeigt", sagt Neuzugang Andy Schmid und nimmt lediglich die Partie gegen Kiel davon aus.

Für den Schweizer wird das Duell mit dem FC Barcelona ein echtes Highlight: "Es geht runter wie Butter, wenn man gegen diesen Klub mit dieser Aura antreten kann. Das wird ein Riesenspiel."

[kaltura id="0_wk50rta9" class="full_size" title="Kiel siegt nach Kraftakt"]

Die Handballer des katalanischen Aushängeschildes haben eine ähnliche Strahlkraft wie ihre kickenden Kollegen Messi, Villa und Iniesta. Und sie sind genauso erfolgreich.

In Spanien hat Barca mittlerweile seinem großen Rivalen Ciudad Real den Rang abgelaufen. Die Katalanen um Iker Romero sind ungeschlagen Spitzenreiter - umso erstaunlicher, dass ihre Champions-League-Ausbeute gerade mal 8:6 Punkte beträgt - und die Löwen im Palau Blaugrana siegen konnten.

Kleine Neuauflage des WM-Finals

Eine kleine Neuauflage des WM-Finals wird es am Sonntag in Flensburg geben.

Ciudad Real bringt die französischen Weltmeister Didier Dinart und Luc Abalo mit. Die SG stellt dem die dänischen Vize-Weltmeister Sören Rasmussen, Lasse Svan Hansen, Andreas Eggert und Lasse Boesen entgegen.

Trotzdem sind die Rollen klar verteilt: Flensburg ist stark ersatzgeschwächt, beim Dritten der Gruppe D droht nach Michael Knudsen, Thomas Mogensen und Oscar Carlen auch Viktor Szilagyi auszufallen.

Dennoch gibt sich Trainer Lubomir Vranjes nicht vorab geschlagen: "Die haben sechs Feldspieler und einen Torwart auf dem Parkett ? wir aber auch." Er räumt aber auch notgedrungen ein: "Unsere Bank ist aber deutlich kleiner."

Wiedersehen mit Karabatic

Besonders spannend dürfte in Hamburg das Wiedersehen mit Nikola Karabatic werden. Der Weltmeister, der nach vier Jahren in Kiel 2009 zu seinem Heimatverein zurückgekehrt ist, liegt mit Montpellier (10:4 Punkte) in der Tabelle der Gruppe B hinter Veszperm (12:2), aber vor dem HSV.

"Um ehrlich zu sein: Der Gruppensieg ist für uns nur noch ganz theoretisch möglich", räumt HSV-Star Bertrand Gille vor der Begegnung ein. "Unser Ziel ist es, die bestmögliche Ausgangsposition für das Achtelfinale zu erreichen."

Das Hinspiel gewann der HSV mit 30:26, Trainer Martin Schwalb muss kurzfristig entscheiden, ob Kapitän Guillaume Gille (Faserriss) und Blazenko Lackovic (Schulter-Probleme) einsatzfähig sind.

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