vergrößernverkleinern
Patrick Groetzki wechselte 2007 von der SG Pforzheim-Eutingen zu den Löwen © getty

Die Spanier lassen nach dem Remis die Frist für einen Protest verstreichen und sorgen für Erleichterung. Eine Verletzung trübt jedoch.

München - Aufatmen bei den Rhein-Neckar Löwen: Die Badener müssen nicht um ihren Punktgewinn in der Champions League gegen den FC Barcelona (38:38) und den damit verbundenen vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale bangen.

Die Spanier verzichteten am Montag auf den angekündigten Einspruch gegen die Wertung des Gruppenspiels vom Sonntag bei der Europäischen Handball-Federation (EHF).

"Der FC Barcelona hat uns informiert, dass er keinen offiziellen Protest einlegen wird", sagte Markus Glaser, Leiter der EHF-Spielbetriebsabteilung.

Die Frist war am Montagnachmittag um 17.00 Uhr abgelaufen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Szmal trübt die Freude

Wenig erfreuliche Nachrichten hatte dagegen Löwen-Torhüter Slawomir Szmal im Gepäck.

Die Badener müssen voraussichtlich vier bis sechs Wochen auf ihren Keeper verzichten.

Der 32-Jährige Pole wurde am Montag in der Heidelberger Sankt Elisabeth Klinik am linken Knie operiert. Im Rahmen des Eingriffs entfernten die Ärzte bei Szmal einen Teil vom Innenmeniskus.

Die Zeit war abgelaufen - oder?

Somit blieb nur die Freude über den Protest-Rückzug der Spanier.

Streitpunkt war ein nicht gegebener Treffer durch Barca-Spieler Victor Tomas in der Schlusssekunde.

[kaltura id="0_d6ooiesw" class="full_size" title="Die Top 5 der WM"]

Nach Meinung der Verantwortlichen des FC Barcelona habe der Ball noch vor Ablauf der Spielzeit die Torlinie des Löwen-Gehäuses überquert. TV-Aufnahmen eines spanischen Senders hätten dies bewiesen.

Die dänischen Schiedsrichter Jens Nybo/Leif Poulsen erkannten das Tor mit dem Hinweis, die Zeit sei bereits abgelaufen, nicht an.

"Die Sache ist für mich erledigt"

Löwen-Manager Thorsten Storm sah das genauso.

"Das Spiel war beendet, bevor der Ball drin war. Damit ist die Sache für mich erledigt. Es war zudem eine Tatsachenentscheidung der Schiedsrichter", sagte Storm und witzelte: "Im spanischen Fernsehen war der Ball drin, im deutschen TV nicht."

Empörte Spanier

Durch den Punktgewinn hatten sich die Rhein-Neckar Löwen vorzeitig einen Platz im Achtelfinale der Champions League gesichert.

Noch am Montagvormittag hatte Barca auf seiner Internetseite mitgeteilt: "Wir werden Protest einlegen, damit dieser eindeutige Treffer Gültigkeit bekommt."

Trainer Xavier Pascual meinte: "Wir haben ein Tor mehr erzielt als unser Gegner. Es muss ein Wiederholungsspiel geben."

Auch die spanischen Medien waren empört. "Barca wird der Sieg geraubt", titelte "Sport". "Das war ein episches, polemisches und fast steriles Unentschieden", schrieb "El Mundo Deportivo".

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel