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Die Löwen mit Robert Gunnarsson (M.) siegten im Hinspiel gegen Chambery mit 37:22 © imago

Die deutschen Klubs machen den Sieg in Gruppe A unter sich aus. Hamburg will Revanche. Achtelfinal-Kracher drohen in jedem Fall.

Von Jakob Gajdzik

München - Der Achtelfinal-Einzug ist für das deutsche Quartett geschafft, doch ein Fernduell zweier Bundesligisten hält die Spannung in der Champions League aufrecht.

Vor dem letzten Spieltag in der Gruppe A geht es zwischen den Rhein-Neckar-Löwen und dem THW Kiel um Platz 1.

Der Gruppensieger hat den Vorteil im Achtelfinale auf einen der Gruppenvierten zu treffen und darf zudem das Rückspiel zu Hause austragen. (DATENCENTER: Champions League)

Da der HSV in Gruppe B nicht mehr über den dritten Platz hinauskommen kann, ist für einen der Beiden auch ein deutsches Duell ist möglich.

Gudmundsson: "Hausaufgaben erledigen"

Die Löwen können zunächst am Samstag (ab 17.30 Uhr LIVESCORES) beim französischen Vizemeister Chambery Savoie HB vorlegen.

Auch wenn man auf einen Ausrutscher des Toyota-HBL-Konkurrenten angewiesen ist, so will sich Trainer Gudmundur Gudmundsson nicht nachsagen lassen, nicht alles versucht zu haben. "Wir werden voll konzentriert nach Chambery fahren und wollen unbedingt gewinnen", betont der Löwen-Coach den Ernst des Spiels.

"Wir wollen unsere Hausaufgaben erledigen, um uns nichts vorwerfen zu müssen, falls der THW stolpert". (Auch um 12 und 13 Uhr: die News im TV auf SPORT1)

Formkurve zeigt nach oben

Außerdem wollen die Mannheimer ihre steigende Formkurve bestätigen. Diese zeigt mit vier Siegen in fünf Pflichtspielen deutlich nach oben. Zudem holte man ein beachtliches 38:38-Remis beim FC Barcelona.

Rotiert wird trotzdem. "Die Akteure, die zuletzt weniger Einsatzzeiten erhielten, werden eingesetzt", so Gudmundsson vor der Partie. Eine Schwächung seiner Mannschaft sieht der Coach aber nicht: "Wir haben einen breiten und starken Kader."

THW braucht einen Punkt

Die ebenfalls starke Form der Kieler lässt aber an einem Ausrutscher zweifeln. Vor der Partie bei KS Vive Kielce (So., ab 18.30 Uhr LIVESCORES) sind beim THW zehn Pflichtsiege in Folge notiert, zuletzt der Einzug ins Viertelfinale des DHB-Pokals bei den Füchsen Berlin.

Und selbst ein Punkt beim polnischen Meister würde den "Zebras" reichen, um als Erster ins Achtelfinale einzuziehen.

Eine ähnliche Konstellation wartet auf den HSV Hamburg.

Hamburg will Revanche

Allerdings hat es der Tabellenführer der Toyota HBL gegen Kolding IF (So., ab 17 Uhr LIVESCORES) in der eigenen Hand, welchen Platz er am Ende in der Gruppe B belegt. Mit einem Punkt Vorsprung rangieren die Hamburger in der Gruppe B vor den Dänen auf Platz drei.

Neben der Verteidigung dieses Platzes - der ein Duell mit Gruppe-D-Sieger Ciudad Real ausschließt - steht auch Wiedergutmachung auf dem Programm.

"Wir wissen um die Spielstärke von Kolding, haben die Niederlage in Dänemark schließlich noch im Hinterkopf. Am Sonntag wollen wir aber unseren Heimvorteil in einer vollen Sporthalle Hamburg nutzen und uns damit den dritten Gruppenplatz sichern", will HSV-Trainer Martin Schwalb die Partie trotz der bereits erfolgreichen Qualifikation für die nächste Runde nicht abschenken.

Gille fehlt mit Muskelfaserriss

Verzichten müssen die Hamburger jedoch auf Bertrand Gille. Der französische Nationalspieler zog sich einen Muskelfaserriss im rechten Arm zu und wird die nächsten Wochen pausieren müssen.

Ob der Hamburger Trainer des Jahres gegen den dänischen Vize-Meister wieder auf Blazenko Lackovic zurückgreifen wird, ist noch offen. Der Kroate hat nach Schulterproblemen seit der WM nicht mehr das Trikot des HSV überstreifen können.

Bereits am Mittwoch sicherte sich der vierte deutsche Champions-League-Teilnehmer SG Flensburg-Handewitt mit einem 25:18-Sieg gegen RK Bosna Sarajevo den zweiten Platz in der Gruppe D.

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