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Pascal Hens steuerte fünf Treffer zum 32:24-Sieg gegen Kolding bei © imago

Hamburg und Kiel gewinnen ihre letzten Gruppenspiele und stehen in der Runde der letzten 16. Dort droht ein deutsches Duell.

München - Der HSV Hamburg ist wie erwartet als Gruppendritter ins Achtelfinale der Champions League eingezogen.

Der Tabellenführer der Toyota HBL besiegte den dänischen Vertreter KIF Kolding mit 32:24 (18:12).

Titelverteidiger THW Kiel stand schon vor dem lockeren 36:27 (18:11)-Sieg im letzten Spiel der Gruppe A beim bereits ausgeschiedenen polnischen Meister KS Kielce als Gruppenerster fest.

Neben Kiel und dem HSV qualifizierten sich auch die SG Flensburg-Handewitt und die Rhein-Neckar Löwen für das Achtelfinale (22. März bis 3. April), das am Montagabend in Wien ausgelost wird (DATENCENTER: Champions League).

HSV kommt nur schwer in Tritt

Nachdem der HSV zuvor seine letzte Chance auf den Gruppensieg gegen den zwölfmaligen französischen Meister Montpellier HB verspielt hatte, brauchte das Team von Trainer Martin Schwalb nach der Hinspiel-Niederlage gegen Kolding eine längere Anlaufzeit.

Erst Mitte der ersten Halbzeit gingen die Hanseaten mit fünf Toren in Führung.

Vor 4086 Zuschauern in der Alsterdorfer Sporthalle war Michael Kraus (7) der beste Werfer der Hamburger, während bei Kolding Bo Spellerberg sechsmal traf.

Kiel im Schongang

Der THW Kiel gewann das letzte Gruppenspiel vor 4200 Zuschauern, ohne sich voll auszupowern. Die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason drückte nur kurz vor dem Seitenwechsel aufs Tempo und setzte sich deutlich ab.

Der THW schonte in der zweiten Halbzeit Kapitän Marcus Ahlm und Torwart Thierry Omeyer, denn das polnische Team von Bogdan Wenta bäumte sich ohne Chance auf das Weiterkommen nicht mehr auf.

Bundesliga-Duell möglich

Durch den Gruppensieg treffen die Kieler im Achtelfinale nun auf einen Viertplatzierten und genießen wie die Rhein-Neckar Löwen und die SG Flensburg Handewitt im Rückspiel Heimrecht.

Mit dem schwersten Los müssen dagegen die Hamburger rechnen. Dem Schwalb-Team droht sogar ein ungeliebtes Duell gegen einen Bundesliga-Rivalen.

"Jeder träumt diesen Traum"

Die Endrunde (28./29. Mai) findet wie im vergangenen Jahr in Köln statt. Der Nachfolger des THW Kiel kassiert eine Siegprämie von 495.000 Euro.

"Natürlich träumt jeder diesen Traum, nach Köln zu kommen", sagte Manager Thorsten Storm von den Rhein-Neckar Löwen, die am letzten Gruppenspieltag ihre Chancen auf den Sieg in der Gruppe A durch ein 27:32 (16:17) beim französischen Vizemeister Chambery Savoie HB verspielten.

"17 technische Fehler sind zu viel. Es war in der Defensive und in der Offensive nicht unser Tag", sagte Löwen-Coach Gudmundur Gudmundsson nach dem Leistungseinbruch in der zweiten Halbzeit.

Die Badener (13 Punkte) müssen sich mit Platz zwei hinter Rekordmeister Kiel (14) begnügen.

Flensburg gegen Barca?

Den Flensburgern als Zweitem der Gruppe D droht im ungünstigsten Fall das Duell mit Rekordchampion FC Barcelona, der in seiner Steffal nur Dritter geworden war.

Die Norddeutschen (16 Zähler) hatten die Vorrunde am Mittwoch mit einem 25:18 (13:9)-Sieg gegen HC Bosna Sarajevo abgeschlossen.

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