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Sein Einsatz ist gegen Barca fraglich: Kiels Superstar Nikola Karabatic © getty

Beim Champions-League-Hit zwischen THW Kiel und dem FC Barcelona (17.30 Uhr) geht's am Sonntag mehr als nur um den Sieg.

Von Tobias Schröter

Kiel - Ein Spiel mit Langzeitwirkung: Wenn der THW Kiel am Sonntag den europäischen Dauerrivalen FC Barcelona zum Champions-League-Duell empfängt, geht es zwar auch um den ersten Platz in der Vorrunden-Gruppe C.

Viel wichtiger als das ist jedoch die Ausgangsposition, die sich beide Teams durch einen Sieg in diesem letzten Spiel der ersten Gruppen-Phase für die Hauptrunde schaffen können.

Da Kiel und Barceolona bereits als Qualifikanten und damit Gruppengegner in der zweiten Phase feststehen, zählt das Ergebnis vom Sonntag nämlich auch für die nächste Runde - die direkten Duelle der beiden Ersten werden dort nicht erneut ausgetragen, sondern übernommen.

Druck lastet auf "Barca"

Nach dem 31:27-Auswärtssieg bei den Katalanen haben die Zebras damit die Möglichkeit, mit der optimalen Ausbeute von 4:0-Punkten in die Hauptrunde zu starten, ständen aber auch im Falle einer Niederlage nicht allzu schlecht da.

Wesentlich mehr Druck haben da schon die Spanier, die bei einer erneuten Pleite in der zweiten Phase einem erheblichen Rückstand hinterherlaufen müssten.

Entsprechend motiviert gehen die Gäste in die Partie (ab 17.30 Uhr LIVESCORES), verfolgen dabei praktisch einen Zwei-Stufen-Plan, wie Barcelona-Rückraumspieler und Ex-Flensburger Joachim Boldsen erklärt.

"Zuerst einmal haben wir es darauf abgesehen, zu gewinnen. Und dann werden wir schon sehen, ob wir das auch mit mehr als vier Toren schaffen", sagt der Däne. In diesem Falle würden die Gäste nämlich in der Tabelle noch am THW vorbeiziehen.

Freie Auswahl für Cadenas

Für Barcelona spricht die Personalsituation. Bei den Katalanen kann Trainer Manolo Cadenas komplett aus dem Vollen schöpfen, nachdem mit Abwehrchef Magnus Jernemyr (Gehirnerschütterung im Training) auch der letzte Verletzte wieder einsatzbereit ist.

Zudem hat Schlüsselspieler Iker Romero nach hartnäckiger Ellbogen-Verletzung zu Saisonbeginn schnell seine alte Form gefunden, glänzte beim deutlichen 38:27 über Drammen HK im letzten Champions-League-Spiel.

Beim THW hingegen fehlt definitiv Mittelmann Börge Lund, außerdem ist der Einsatz von Welthandballer Nikola Karabatic und Torhüter Andreas Palicka fraglich.

Statistik spricht für Zebras

Aber auch Kiel hat gute Sieg-Argumente auf seiner Seite: So hat Barcelona in allen fünf Duellen in der Sparkassen-Arena noch nie gewonnen, im Halbfinale der Vorsaison schickten die Zebras "Barca" sogar mit einer 41:31-Klatsche nach Hause.

Überhaupt ist die Auswärtsbilanz der Katalanen gegen deutsche Teams miserabel: Erst zweimal ging Barcelona hierzulande als Sieger aus der Halle, zuletzt in der Saison 2005/06 durch ein 26:24 in Magdeburg.

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