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Pascal Hens gibt sich vor der Saison bescheiden
Pascal Hens wurde mit dem HSV Hamburg 2006 und 2010 Pokalsieger © getty

Nach der Machtdemonstration in Berlin will der HSV auch Valladolid beherrschen. Ein Wiedersehen gibt's mit Torhüter Tomas Svensson.

Von Andreas Berten

München - Das Vorrunden-Geplänkel ist Geschichte, ab jetzt geht es in der K.-o.-Phase um Alles oder Nichts. Die Champions League biegt in die Zielgerade ein.

Und ein deutsches Quartett ist in der Runde der letzen 16 noch dabei. Zum Auftakt der Achtelfinal-Hinspiele in der Königsklasse hat der HSV Hamburg am Donnerstag (19.30 Uhr, LIVESCORES) einen ganz dicken Brocken zu Gast in der Alsterdorfer Sporthalle.

Mit Cuatro Rayas Valladolid, dem Vereinsteam von Spaniens Nationaltrainer Juan Carlos Pastor (Weltmeister von 2005), haben die Hanseaten eines von drei Teams von der iberischen Halbinsel gezogen.

"Die sind körperlich unheimlich stark", warnt HSV-Trainer Martin Schwalb vor dem Tabellenvierten der spanischen Liga.

Lieber Spanier als einen Bundesligisten

"Ein gutes Los, über das wir uns freuen können", hatte HSV-Vizepräsident Dierk Schmäschke nach der Auslosung geurteilt. Weil der HSV seine Gruppe nur als Dritter abschloss, wären auch Duell mit den Zweitplatzierten Rhein-Neckar Löwen oder Flensburg möglich gewesen.

Und Schwalb fügte hinzu: "Das wird ein heißer Tanz. Gegen spanische Mannschaften geht es immer hoch her. Valladolid hat schon mehr Europapokal-Flair als ein Spiel zweier Bundesligisten." (DATENCENTER: Champions League)

Doch das ist nicht der einzige Grund, warum die Hamburger hochmotiviert in das Europapokal-Duell gehen. Die beeindruckende Demonstration beim 35:22-Erfolg (das Video zum Spiel) über die Berliner Füchse in der Toyota HBL hat den Nordlichtern zusätzlich Auftrieb gegeben.

Schwalb träumt vom Titel

"Wir sind heute explodiert. Das muss unsere Normalform sein", sagte Keeper Johannes Bitter danach.

Trainer Schwalb träumt sogar vom ganz großen Coup: "Wer jetzt denkt, dass wir uns nur auf die deutsche Meisterschaft konzentrieren wollen, irrt. Wir wollen auch die Champions League gewinnen."

Weltmeister Joli verletzt

Und diese Forderung hat auch gegen Valladolid Bestand.

Zwar hat das Team aus Zentralspanien seine Generalprobe mit dem 26:23-Sieg über Alser Puerto Sagunto bestanden. Aber in Hamburg muss Juan Carlos Pastor, der Valladolid schon im 16. Jahr coacht und 2009 den Europapokal der Pokalsieger holte, auf einen ganz wichtigen Leistungsträger verzichten.

[kaltura id="0_7db30581" class="full_size" title="Hamburg besteht im Topspiel"]

Rechtsaußen Guillaume Joli, bisher erfolgreichster Torjäger Valladolids, fällt wegen eines Muskelfaserrisses zumindest für das Hinspiel aus.

Damit platzt auch das Duell der Weltmeister: Joli holte wie Bertrand Gille, der trotz Schulterproblemen gegen Berlin eine halbe Stunde auf dem Parkett stand, im Januar den Titel mit der Equipe Tricolore.

Pastor: "Wir kommen ,lebend' zurück"

Zudem ist der Einsatz von Rückraumspieler Eduardo Gurbindo noch fraglich.

"Alle denken, wir wären schon ausgeschieden", sagte Pastor spanischen Medien, "ich nicht." Mit Havard Tvedten und Christoffer Rambo hat er nämlich zwei Norweger in seinen Reihen, die bei der WM Deutschland regelrecht abschossen.

"Wir müssen perfekte Spiele abliefern. Individuell sind sie uns überlegen", sagt Pastor, dem auch der 13-Tore-Sieg der Hamburger in Berlin nicht angst und bange macht:

"Ich denke, dass wir ,lebend' aus Hamburg zurückkehren werden. Wir brauchen ein Ergebnis, das wir im Rückspiel umdrehen können und uns auf die Sensation hoffen lässt." Die Entscheidung übers Weiterkommen fällt am 3. April in Valladolid.

Wiedersehen mit Svensson

Schon jetzt gibt es aber das Wiedersehen mit Tomas Svensson. Der inzwischen 43 Jahre alte schwedische Keeper von BM war 2002 vom FC Barcelona nach Hamburg gewechselt und bis 2005 ein Garant zwischen den Pfosten.

"Ich hatte eine tolle Zeit in Hamburg. Es ist toll, mal wieder die alten Kollegen zu treffen", so Svensson, denn: "Einen regelmäßigen Kontakt lässt der enge Spielplan unserer beiden Teams leider nicht so zu. Umso mehr habe ich mich über dieses Achtelfinal-Los gefreut."

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