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Christian Zeitz (am Ball) hat sich kürzlich bis 2014 an den THW Kiel gebunden © getty

Kiel erwartet in Kolding ein Heimspiel und ein bekanntes Gesicht. Flensburg plagen vor der Partie in Ungarn große Probleme.

Von Marcus Giebel

München - Die Anreise ist kurz, der Auftrag klar.

"KIF Kolding ist schwer zu besiegen. Aber wenn wir uns für das Final Four qualifizieren wollen, müssen wir sie einfach schlagen", betont Kiel-Trainer Alfred Gislason vor dem Achtelfinal-Hinspiel des Deutschen Meisters beim dänischen Top-Klub (Sa., ab 16.15 Uhr LIVESCORES) in der Champions League unmissverständlich.

Die dänischen Wochen, die mit der Verpflichtung von Ex-Kolding-Profi Rene Toft Hansen ab 2012 begonnen haben, sollen in dem nur 170 Kilometer entfernten Städtchen nicht für ein böses Erwachen beim Titelverteidiger sorgen. (DATENCENTER: Champions League)

Drei THW-Erfolge in vier Partien

Dabei sind die "Zebras" gewarnt: Im Vorjahr reichte es in den Koldinghallen von KIF lediglich für ein Remis - der bislang einzige Kieler Punktverlust in vier Duellen mit den Skandinaviern.

Zudem schickte Kolding in der Gruppenphase den HSV nach einem 32:30 geschlagen nach Hause.

Zeitz warnt

Christian Zeitz geht daher vorsichtig an die Aufgabe heran: "Kolding hat einige individuell starke Spieler in den Reihen. Vor allem auf Linksaußen Lars Christiansen müssen wir achten."

Der ehemalige Flensburger dürfte besonders heiß sein. Seine 14 Jahre lange starke Rivalität zum THW dürfte der 38-Jährige noch nicht vollständig abgelegt haben.

KIF-Coach glaubt nicht an Überraschung

Nicht mit von der Partie wird der weiterhin verletzte Ex-THW-Profi Lars Krogh Jeppesen sein.

Die Kieler, die sich angesichts der geringen Entfernung und vieler Kartennachfragen auf ein gefühltes Heimspiel einstellen, treten dagegen erstmals in dieser "Königsklassen"-Spielzeit mit Daniel Narcisse an.

"Air France" hatte erst am vergangenen HBL-Spieltag beim 38:26 über die SG Flensburg-Handewitt ein überzeugendes Comeback gegeben. (Narcisse im SPORT1-Interview)

Das hat auch dem dänischen Gegner imponiert. Deren Trainer Ingemar Linnell stellt trocken fest: "Der Großteil der Handball-Fans in Europa würde mich wahrscheinlich für verrückt erklären, wenn ich sage, wir haben eine Chance, Kiel rauszuwerfen."

SG ohne Quartett in Ungarn

Favorisiert gehen auch die Flensburger in ihre Partie beim SC Pick Szeged (Sa., ab 14.30 Uhr LIVESCORES).

Doch Trainer Ljubomir Vranjes plagen vor dem Aufeinandertreffen mit dem ungarischen Vizemeister, der auf einheimische Profis setzt, immer größere Personalsorgen.

Nach Oscar Carlen, Thomas Mogensen und Michael Knudsen fällt nun auch Petar Djordjic lange aus. Der Serbe hatte sich beim 28:27 beim TV Großwallstadt den Daumen gebrochen.

Valladolid als mahnendes Beispiel

Deshalb gibt Flensburgs Ungar Tamas Mocsai zu bedenken: "Durch Verletzungen sind wir schon arg dezimiert. Es wird nicht einfach, dort zu bestehen. Valladolid hat in Ungarn mit fünf Toren verloren."

Der Gegner setzt in der Halle Varosi Sportcsarnok auf die Unterstützung von den Rängen.

"Wir werden unsere Fans brauchen, um eine fantastische Atmosphäre zu schaffen und eine Siegchance zu haben", sagt Szeged-Trainer Laszlo Skaliczki.

Storm: "Spezielle Atmosphäre"

Die schwierigste Aufgabe wartet auf die Rhein-Neckar Löwen, die in der so genannten Hölle von Zagreb am Sonntag bei HC Croatia Zagreb antreten (ab 18 Uhr LIVESCORES).

"Die Atmosphäre in der Zagreb Arena ist sehr speziell, aber wir haben die Spieler, um dort zu bestehen", erinnert Manager Thorsten Storm an die bisherigen Vergleiche.

Zweimal trafen die Teams in der Saison 2008/2009 aufeinander - einen Sieger gab es in beiden Partien nicht.

Druck für Croatia nicht so hoch

Storm sieht immerhin einen Vorteil darin, das Rückspiel in eigener Halle austragen zu können.

Doch auch die Kroaten sind mit der Konstellation zufrieden. So versichert Coach Ivica Obrvan: "Es ist ein Vorteil, das erste Spiel zu Hause zu absolvieren. Da ist der Druck nicht so groß. Ich erwarte ein Spektakel."

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