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Karol Bielecki wechselte 2007 vom SC Magdeburg zu den Rhein-Neckar Löwen © imago

Angebliche Aussagen von Sponsor Nielsen sorgen vor dem Spiel in Zagreb für Unruhe. Das Team rückt die Partie in den Fokus.

Von Philipp Langer

München - Vor einer schweren und wichtigen Auswärtsaufgabe in der Champions League setzen viele Teams auf eine konzentrierte und ruhige Vorbereitung.

Jesper Nielsen, Geldgeber der Rhein-Neckar Löwen, scheint diese vor dem Achtelfinalhinspiel bei HC Croatia Zagreb (So., ab 18 Uhr LIVESCORES) aber empfindlich zu stören.

Im dänischen Fernsehsender TV2 soll Nielsen der Nachrichtenagentur "ritzau" zufolge die Wechsel von Karol Bielecki und Krzysztof Lijewski zum AG Kopenhagen bestätigt haben. Beide seien mit Vierjahresverträgen ausgestattet worden.

Doch damit nicht genug: Der Hauptgesellschafter beider Klubs will mit Kreisläufer Olafur Stefansson, Gudjon Sigurdsson und Robert Gunnarsson angeblich noch drei weitere "Löwen" folgen lassen.

Unruhe trotz Dementi

"Diese Namen habe ich aber nie erwähnt, sondern nur von Spielern dieses Kalibers gesprochen", bemühte sich Nielsen mittlerweile um ein Dementi.

Vor dem Hintergrund, dass zuletzt auch über Nielsens Rückzug als Sponsor der Löwen spekuliert wurde, sorgen die Aussagen dennoch für Anspannung.

"Zu Gerüchten äußere ich mich schon lange nicht mehr", sagte Löwen-Manager Thorsten Storm schon während der Woche im Interview mit der "Rhein-Neckar Zeitung".

Hexenkessel Zagreb

Die Mannschaft konzentriert sich derweil ganz auf die sportliche Aufgabe. "Wir fahren nach Zagreb um zu gewinnen. Punkt", erklärte Uwe Gensheimer, der seit Wochen in herausragender Form ist (DATENCENTER: Champions League).

Auf die Badener wartet in der kroatischen Hauptstadt jedoch ein Hexenkessel - ein Kampfspiel scheint da vorprogrammiert.

[kaltura id="0_quvi0coe" class="full_size" title="Storm Stimmt nat rlich nicht "]

"Es ist ein Vorteil, das erste Spiel zu Hause zu absolvieren. Da ist der Druck nicht so groß. Ich erwarte ein Spektakel", ist sich Zagrebs Coach Ivica Obrvan sicher.

Auch Löwen-Trainer Gudmundur Gudmundsson geht von einer "ganz schweren Aufgabe" aus.

Gute Erinnerungen

Nach dem knappen 33:32-Sieg über die Füchse Berlin sind die Löwen aber optimistisch in Zagreb eine gute Ausgangslage für das Rückspiel am 31. März zu schaffen.

Zumal die Löwen wissen, wie man bei den Kroaten besteht.

Im ersten Champions-League-Spiel der Vereinsgeschichte erreichte der Tabellendritte der Toyota HBL in Zagreb ein 33:33 - ein Ergebnis mit dem die Löwen sicherlich auch diesmal leben könnten.

Es bleibt aber abzuwarten, ob das Gumundsson-Team die Unruhe um den angeblichen Ausverkauf ausblenden kann.

Verwirrung um Hamburgs Lijewski

Vor allem der angeblich perfekte Transfer vom Noch-Hamburger Lijewski nach Kopenhagen scheint das Verwirrspiel perfekt zu machen.

Frühzeitig hatten die Löwen den Polen vom HSV für die Saison 2011/2012 verpflichtet. Sollte Nielsen seine Aussagen aber tatsächlich so getätigt haben, könnte der 27-jährige Linkshänder ohne einen einzigen Einsatz für die Löwen nach Dänemark weitergereicht werden.

Storm setzt weiter auf Nielsen

Unabhängig von allen Spekulationen scheint klar, dass Nielsen von seiner ursprünglichen Idee Kopenhagen als Ausbildungsverein für die Löwen aufzubauen abgerückt ist.

Mit der Verpflichtung von WM-Torschützenkönig Mikkel Hansen lieferte der Däne zuletzt einen weiteren Beweis.

Löwen-Manager Storm macht sich aber keine Sorgen um einen Ausstieg Nielsens, der auch als Hauptsponsor auftritt:

"Jesper Nielsen hat als Hauptgeldgeber mit Pandora langfristige Pläne und Ziele bei den Löwen ausgegeben und entsprechend auch langfristige Verträge teilweise bis 2015 mit dem Verein vereinbart."

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