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Filip Jicha (l.) gewann 2010 mit dem THW Kiel die Champions League © imago

Die deutschen Teams sind in Europa weiter nicht zu stoppen. Kiel und Flensburg glänzen, auch in den anderen Europacups läuft es.

München - Die Klubs der Toyota HBL geben in der Champions League weiter den Ton an und haben den europäischen Dreifach-Triumph im Visier.

Nach dem HSV Hamburg haben auch Titelverteidiger THW Kiel und die SG Flensburg-Handewitt in der Königsklasse Kurs auf das Viertelfinale genommen. (DATENCENTER: Champions League)

"Sportlich wie wirtschaftlich steht die Bundesliga derzeit konkurrenzlos da. Die aktuellen Ergebnisse zeigen das", sagte Toyota-HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann.

Die spanische Liga Asobal sei in der Breite nicht annähernd so gut besetzt wie ihr deutsches Pendant. Bohmann: "Bei uns könnten neun Klubs Champions League spielen."

"Heimspiel" beim Final Four lockt

Mittelfristig lockt das deutsche Quartett in der Königsklasse das "Heimspiel" beim Final Four in Köln am 28./29. Mai und eine Siegprämie von 495.000 Euro.

Der deutsche Meister aus Kiel gewann sein Achtelfinal-Hinspiel bei KIF Kolding/Dänemark 36:29 (17:16), während Flensburg beim ungarischen Pokalsieger Pick Szeged mit 27:26 (9:12) die Oberhand behielt.

Bester Werfer des Ex-Meisters in Ungarn war der Däne Anders Eggert Jensen mit acht Toren. Hamburg hatte bereits Ende der vergangenen Woche mit 28:22 (11:15) gegen BM Valladolid/Spanien gewonnen.

Die Rhein-Neckar Löwen komplettierten die Erfolgsserie mit einem 31:28 (15:12) beim 20-maligen kroatischen Meister RK Zagreb - der das Viertelfinale in greifbare Nähe rückte.

Auch in anderen Wettbewerben gut dabei

Auch in den anderen Wettbewerben gab sich die stärkste Liga der Welt keine Blöße.

Im Europacup der Pokalsieger steht der amtierende Titelträger VfL Gummersbach nach dem 44:25 (23:11) im Viertelfinal-Hinspiel gegen Elverum Handball Herrer/Norwegen vor dem Einzug ins Halbfinale.

Im EHF-Cup darf der TBV Lemgo weiter von einer erfolgreichen Titelverteidigung träumen. Der zweimalige deutsche Meister gewann bei Reale Ademar Leon/Spanien 31:27 (15: 13).

Auch der TV Großwallstadt darf trotz eines 31:32 (17:15) beim französischen Klub Saint Raphael Var Handball auf den Sprung in die Runde der letzten Vier hoffen.

"Sieg in der letzten viertel Stunde"

Die Kieler warfen den letztlich klaren Sieg beim dänischen Vizemeister in der zweiten Hälfte der zweiten Halbzeit heraus, als sie vom 26:24 (48.) auf 36:27 (57.) davonzogen.

"Wir haben das Spiel in der letzten Viertelstunde gewonnen, weil wir die größere Bank hatten. Ich bin froh, das gesamte Team endlich zusammen zu haben. Wir hatten ja sehr viele Verletzte über die gesamte Saison", sagte THW-Coach Alfred Gislason.

Der lange verletzte Franzose Daniel Narcisse (1) kam zu seinem Saisondebüt in der Champions League.

Zeitz mit Ausraster

Die Zebras konnten sogar die schlechte Vorstellung von Leistungsträger Christian Zeitz verkraften.

Der Ex-Nationalspieler leistete sich einen Ausraster, als er nach einem erneuten Fehlwurf das gegnerische Tor vor Wut aus den Angeln hob. Die Zuschauer quittierten dies mit einem lauten Pfeifkonzert.

Bester Kieler Werfer war der tschechische Welthandballer Filip Jicha mit neun Treffern.

Flensburg mit Moral-Sieg

Den vom Verletzungspech gebeutelten Flensburgern gelang nach einem Kraftakt ein Sieg der Moral.

"In der letzten Zeit haben wir sehr viel über Charakter gesprochen. Es war wieder unglaublich, was die Mannschaft geleistet hat. Ich bin stolz, es haben alle die Höchstpunktzahl zehn verdient", sagte Flensburgs Trainer Ljbomir Vranjes.

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