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Bertrand Gille spielt mit Bruder Guillaume seit 2002 beim HSV Hamburg © getty

In den Achtelfinal-Rückspielen reist der HSV gewarnt nach Spanien, Flensburg hofft auf das Comeback eines lange Verletzten.

Von Annette Bachert

München - Nur mit viel Mühe haben die Rhein-Neckar Löwen das zweite Bein ins Viertelfinale der Champions League nachgezogen.

Wesentlich leichter hatte es der Titelverteidiger aus Kiel, der sich gegen Kolding ohne Schwierigkeiten für die Runde der letzten Acht qualifizieren konnte.

Der HSV Hamburg und die SG Flensburg-Handewitt wollen eine ähnliche Zitterpartie in ihren Rückspielen der ersten K.o.-Runde vermeiden.

Die schwerste Aufgabe hat dabei wohl der HSV.

Als einziger der drei Bundesligisten können die Hansestädter im entscheiden Spiel nicht auf den Heim-Bonus hoffen. Für den Tabellenführer der Toyota HBL geht die Reise zu Spaniens Nummer drei, BM Valladolid (Sonntag ab 18 Uhr LIVESCORES).

Nach dem 28:22-Hinspiel-Erfolg fahren die Hamburger zwar mit einem Sechs-Tore-Vorsprung nach Spanien, doch Trainer Martin Schwalb warnt: "Auf den sechs Toren können wir uns keinesfalls ausruhen."

"Dann haben wir keine Chance"

Alles andere als beruhigend war vor allem auch die erste Spielhälfte in der Sporthalle Hamburg.

Dort gelang den Hausherren in den ersten zehn Minuten genau ein Treffer, auch der Halbzeitstand von 11:15 war alles andere als souverän. Nur dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Spielhälfte, durfte man am Ende jubeln.

Und Kreisläufer Bertrand Gille, der vor wenigen Tagen seinen Vertrag beim HSV verlängerte, ist sich sicher: "In Valladolid erwartet uns die Hölle. Wenn wir da so spielen wie im Hinspiel, haben wir keine Chance."

Lackovic und Lijewski wieder fit

Daran glaubt auch Valladolids Eduardo Gurbindo. Er sieht im Publikum sogar einen "zusätzlichen Spieler, der helfen kann, das Viertelfinale zu erreichen."

Einzig auf Kapitän Guillaume Gille (Achillessehne) muss Schwalb verzichten.

[kaltura id="0_quvi0coe" class="full_size" title="Storm Stimmt nat rlich nicht "]

Mit Blazenko Lackovic (Knieprellung) und Krysztof Lijewski (Adduktoren) stoßen zwei wichtige Rückraumspieler wieder in den Kader.

Längere Pause für Djordjic

Die SG Flensburg-Handewitt empfängt mit dem SC Pick Szeged (Sonntag ab 19.30 Uhr LIVESCORES) den ungarischen Vize-Meister (DATENCENTER: Champions League).

Im Hinspiel erkämpfte sich die SG einen knappen 27:26-Erfolg, und Coach Ljbomir Vranjes schwärmte: "Alle haben die Höchstpunktzahl zehn verdient." Er warnte jedoch davor, das Rückspiel auf die leichte Schultert zu nehmen: "Nun ist aber erst Halbzeit."

Neben dem Langzeitverletzten Oscar Carlen (Kreuzbandriss) fällt nun auch Petar Djordjic einige Wochen aus. Der Rückraumspieler hat sich beim 28:27-Krimi gegen den TV Grosswallstadt in der Vorwoche den Daumen gebrochen.

Mogensen zuversichtlich

Dafür wird Spielmacher Thomas Mogensen nach zweineinhalb Monaten Verletzungspause (Kreuzband) wieder ins Team zurückkehren.

Auch wenn der Däne noch nicht wieder über die volle Distanz einsatzbereit sein wird, gibt er sich zuversichtlich: "Wir werden Szeged überhaupt nicht unterschätzen. Es ist aber gut zu wissen, dass ein Sieg auf jeden Fall reicht und wir nicht in Toren rechnen müssen."

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