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Rückraumspieler Jerome Fernandez (M.) spielt seit 2010 beim THW Kiel © getty

Die Neuauflage des Finals von 2010 elektrisiert beide Lager. Flensburgs Trainer Vranjes ist bedient. Ein Weltstar kehrt zurück.

Wien - In der Champions League kommt es schon im Viertelfinale zur Neuauflage des letztjährigen Endspiels zwischen Titelverteidiger THW Kiel und dem FC Barcelona.

Das ergab die Auslosung am Montag in Wien. Damit wird sich nur einer der beiden Titelfavoriten für das Final-Four-Endturnier am 28. und 29. Mai in Köln qualifizieren.

Im Vorjahres-Finale hatte sich der deutsche Rekordmeister, der zuerst in Barcelona antreten muss, in einem packenden Finale in Köln mit 36:34 durchgesetzt.

Ebenfalls einen dicken Brocken erwischte die SG Flensburg-Handewitt, die gegen den spanischen Meister Ciudad Real antreten muss, der die Champions League bereits dreimal (2006, 2008, 2009) gewann.

Hamburg im Glück

Der HSV Hamburg hat die vermeintlich einfachste Aufgabe des Bundesliga-Quartetts erwischt und spielt gegen den russischen Meister Tschechow Medwedi.

Zuvor hatten sich die Norddeutschen im Achtelfinal-Rückspiel gegen Valladolid (35:33) durchgesetzt.

Löwen treffen auf Karabatic

Machbar, wenn auch schwerer dürfte die Aufgaben für die Rhein Neckar Löwen werden, die gegen den früheren Kieler Welthandballer Nikola Karabatic und Montpellier Handball aus Frankreich spielen.

Das Viertelfinal-Ticket löste der Bundesligist mit einem 27:27 gegen Zagreb.

Kiel: "Wir wollen Titel verteidigen"

"Barcelona ist natürlich ein Hammer-Los und es ist die attraktivste und traditionsreichste Begegnung des Viertelfinals", sagte Kiels Geschäftsführer Uli Derad.

"Wir wollen unseren Titel verteidigen, also müssen wir uns auch gegen Barcelona durchsetzen - und einfache Gegner gibt es im Champions-League-Viertelfinale sowieso nicht mehr", fügte Derad hinzu (DATENCENTER: Champions League).

Gelingt die Revanche?

Beide Mannschaften waren bereits in der Gruppenphase aufeinander getroffen. In Kiel schaffte der THW ein Remis, unterlag dann aber in Barcelona. "Schade, dass wir gegeneinander spielen. Beide Klubs hätten die Teilnahme am Final Four verdient gehabt", sagte Barcelonas Manager Xavier O'Callaghan.

Im Achtelfinale schaltete der Titelverteidiger das dänische Team aus Kolding mit 36:24 aus.

Vranjes nicht besonders glücklich

Auch Flensburg spielte bereits in der Gruppenphase gegen den Viertelfinal-Gegner und verzeichnete einen Sieg und eine Niederlage. "Wir haben in Flensburg gut gespielt. Mannschaft und Trainer geben alles dafür, uns erstmals für das Final Four zu qualifizieren", sagte SG-Geschäftsführer Holger Kaiser.

Flensburgs Coach Ljubomir Vranjes hofft auf zwei schöne Spiele, räumt aber ein: "Ciudad Real war nicht unser Wunschgegner. Allerdings ist es auch schwer, im Viertelfinale der Champions League einen solchen Wunschgegner auszumachen."

Auf dem Weg in die Runde der letzten Acht schalteten die Norddeutschen den ungarischen Vertreter Pick Szeged mit 33:20 aus.

Schwalb mit Respekt

Der HSV hat Respekt vor dem Gegner. "Das wird nicht einfach gegen Tschechow Medwedi. Wir kennen die Russen, das waren immer harte Spiele", sagte Geschäftsführer Christoph Wendt.

Auch Trainer Martin Schwalb hat Medwedi noch gut in Erinnerung: "Moskau kennen wir schon, aber das Team präsentiert sich im Vergleich zu den letzten Spielzeiten noch stärker. Sie sind gerade im Achtelfinale so souverän aufgetreten wie in der heimischen Liga. Es wird keine leichte Herausforderung, aber eine, die wir annehmen", so seine Reaktion.

Freude bei den Löwen

Thorsten Storm, der Manager der Rhein Neckar Löwen, freut sich auf "zwei tolle Spiele gegen eine der besten Mannschaften der Welt. Montpellier ist ein Spitzenteam. Zumindest gibt es kein Bundesliga-internes Duell."

"Wir wollen natürlich das erste Match in unserer SAP Arena gewinnen, aber es sind zwei Spiele und erst am Ende wird abgerechnet", warnte Storm vor dem Rückspiel in Frankreich.

Die Hinspiele, in denen Flensburg, Hamburg und die Löwen Heimrecht haben, finden vom 20. Bis 24. April statt, die Rückspiele vom 27. April bis zum 1. Mai.

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