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Ciudad Reals Coach Talant Duschebajew war 1994 und 1996 Welthandballer © getty

Die Spanier geben sich vor dem Viertelfinal-Hinspiel sehr zurückhaltend. SG-Coach Ljubomir Vranjes fordert alles von seinem Team.

Von Annette Bachert

München - Hätte es Flensburg härter treffen können? Ciudad Real, eine der besten Vereins-Mannschaften der Welt, ist der Gegner im Viertelfinale der Champions League.

Direkt nach der Auslosung Anfang April sagte Chefcoach Ljubomir Vranjes reichlich bedient: "Ciudad war nicht unser Wunschgegner."

Und dennoch stehen die Chancen für die SG Flensburg-Handewitt nicht schlecht, in der "Hölle Nord" gegen die "Königlichen" zu bestehen (DATENCENTER: Champions League).

Wie? Das weiß Vranjes auch schon: "Wir müssen unsere beiden besten Spiele abliefern, die wir mit der SG jemals geboten haben."

Es geht schließlich um den ersten Einzug ins Final Four der Champions League in der Flensburger Vereinsgeschichte. Zwar standen die Norddeutschen 2004 und 2007 bereits im Finale, damals wurde der Wettbewerb aber komplett in K.o.-Runden und einem Finale mit Hin-und Rückspiel ausgetragen.

Vier Stammspieler wieder dabei

In der Vorrunde des diesjährigen Wettbewerbs war dem Tabellen-Sechsten der Toyota HBL schon einmal ein Sieg gegen die Stars von Ciudad Real gelungen.

Bei der Partie am 20. Februar fehlten Trainer Vranjes mit Thomas Mogensen, Michael Knudsen, Viktor Szilagyi und Kapitän Tobias Karlsson sogar vier wichtige Spieler, auf die er nun wieder zurückgreifen kann.

Källmann wieder dabei

Nur auf Petar Djordjic (Daumenbruch) und Oscar Carlen (Kreuzband- und Meniskusriss) müssen die Flensburger am Donnerstag (ab 20 Uhr LIVESCORES) wie bereits seit Wochen verzichten.

Aber auch bei dem dreifachen Champions-League-Sieger aus Spanien (2006, 2008 und 2009) stehen mit dem Linkshänder Kiril Lazarov und dem Zwei-Meter-Hünen Jonas Källmann wieder zwei Top-Akteure im Kader, die an jenem denkwürdigen 20. Februar nicht dabei waren.

Respektvoll und martialisch

Die volle Bank, die Atmosphäre in der Campushalle und die einzige Niederlage, die ihnen in der Königsklasse in dieser Spielzeit zugefügt wurde, lassen die Spanier von Trainer Talant Duschebajew mit einer großen Portion Respekt anreisen.

Rückraum-Shooter Joan Canellas gibt sich zudem martialisch: "Flensburg ist ohnehin schon eine sehr starke Mannschaft. Und wir wissen, dass wichtige Spieler wieder dabei sind. Es wird eine Schlacht werden."

Und Abwehr-Spezialist Viran Morros erwartet "zwei ganz schwere Spiele". Zunächst einmal gehe es für die Spanier aber darum, "ein gutes Ergebnis zu erzielen".

Fans sollen mithelfen

Motiviert sind die Flensburger bis in die Haarspitzen, allen voran der Coach: "Viertelfinale in der Champions League gegen Ciudad Real. So etwas bringt einfach Spaß." Außerdem glaubt er fest an den Heimvorteil: "Unsere Zuschauer sind für ein paar Tore gut."

Denn im Rückspiel am 1. Mai erwartet die SG-Truppe in der Quijote Arena eine nicht weniger heiße Atmosphäre als die Spanier im hohen Norden.

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