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Pascal Hens wirft seine Tore schon seit 2003 für den HSV Hamburg © imago

Hamburg und Kiel versprühen vor den Viertelfinal-Hinspielen Optimismus. Hens warnt vor der russischen Nationalmannschaft.

Von Tobias Wiltschek

München - Am Tag vor der wichtigen Partie ist Nationalspieler Pascal Hens auf der Internetseite des HSV Hamburg mit grimmiger Miene zu sehen. Daneben der Spruch: "Die Russen kommen! Du auch?"

So aggressiv die Hamburger um ihre Zuschauer für das Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League (Sa, ab 15.45 Uhr LIVESCORES) werben, so entschlossen wollen sie gegen Medwedi Moskau auftreten. (DATENCENTER: Champions League)

Schließlich winkt dem Team von Trainer Martin Schwalb der erstmalige Einzug ins Final-Four-Turnier in Köln. "Wir werden versuchen, eine gute erste Hälfte zu spielen, so dass wir im zweiten Durchgang den Sack nur noch zumachen müssen", erklärt Schwalb voller Selbstvertrauen.

Günstige Vorzeichen

Die 35:38-Niederlage in der Toyota HBL beim THW Kiel (Bericht) haben die Hamburger abgehakt. Der erste Meistertitel der Vereinsgeschichte ist ihnen trotz der Derby-Pleite kaum noch zu nehmen. Auch in der europäischen "Königsklasse" soll es weitere Erfolgserlebnisse geben.

Die Vorzeichen stehen günstig für die HSV-Handballer. Der russische Abonnement-Meister aus der Hauptstadt ist schlagbar, auch wenn Hens zu bedenken gibt: "Mit Medwedi treffen wir mehr oder weniger auf die russische Nationalmannschaft. Das Team besteht fast nur aus Nationalspielern, ist sehr gut aufeinander abgestimmt und spielt ein konstant hohes Level."

Vorsicht vor Filippow

Besonderes Augenmerk sollten die Schwalb-Schützlinge auf Spielmacher Wassili Filippow legen, der mit 59 Toren der treffsicherste Werfer der Moskauer ist.

Die bisherigen vier Duelle mit den Russen waren allesamt hart umkämpft. Die Bilanz spricht dennoch eindeutig für die Hanseaten. Dreimal gewannen sie, einmal reichte es immerhin für ein Unentschieden.

[kaltura id="0_hs8hk95q" class="full_size" title="Ein F nkchen Hoffnung f r Kiel"]

Personell gehen die Hamburger geschwächt ins Hinspiel. Marcin Lijewski und Michael Kraus werden aufgrund von Verletzungen am Knie beziehungsweise am Wadenbeinköpfchen wohl ausfallen. Torsten Jansen musste nach der Partie in Kiel am Unterarm genäht werden, sollte aber auflaufen können.

Neuauflage des letzten Endspiels

Die Kieler erwischten das ungleich schwerere Viertelfinal-Los und treffen in der Neuauflage des letztjährigen Endspiels auf den spanischen Spitzenklub FC Barcelona.

Auch wenn die Mannschaft von Alfred Gislason das Finale gewinnen konnte, fielen die Reaktionen beim THW gemischt aus. "Ich finde es schade, dass man im Viertelfinale wieder auf einen Gegner treffen kann, gegen den man bereits in der Gruppenphase zwei Mal gespielt hat", meinte Geschäftsführer Uli Derad.

Kein Alltag gegen Barcelona

Nach dem 28:28 an der Ostsee und der 29:32-Niederlage am Mittelmeer kreuzen die beiden europäischen Top-Klubs am Sonntagabend in Barcelona (ab 19.30 Uhr LIVESCORES) also schon zum dritten Mal in dieser Saison die Klingen. Eine Woche später kommt es zum entscheidenden Rückspiel in Schleswig-Holstein.

Von Alltag will trotzdem kein Kieler Spieler etwas wissen. "Gegen die spielt jeder gerne. Das ist etwas Außergewöhnliches", freut sich Rechtsaußen Christian Sprenger auf die Duelle mit den Katalanen.

Im Gegensatz zum HSV kann Kiel das Viertelfinal-Hinspiel aller Voraussicht nach in Bestbesetzung bestreiten.

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