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Die Rhein-Neckar Löwen erreichten auch 2009 das Halbfinale der Champions League © imago

Die Rhein-Neckar Löwen drehen das Rückspiel in Montpellier, dem HSV reicht nach dem Hinspielsieg ein Unentschieden in Moskau.

Moskau/Montpellier - Nach dem designierten deutschen Meister HSV Hamburg haben überraschend auch die Rhein-Neckar Löwen den Einzug ins Final-Four-Turnier der Champions League in Köln (28./29. Mai) geschafft.

Den Löwen gelang nach der 27:29-Heimpleite im Hinspiel gegen den Favoriten Montpellier HB fast sensationell durch einen 35:26 (15:17)-Erfolg in Frankreich noch der Sprung ins Endturnier.

Dem HSV genügte nach dem klaren Hinspielerfolg über Medwedi Moskau (38:24) in der russischen Hauptstadt ein 37:37 (14:19).

Wende in der zweiten Halbzeit

Die Rhein-Neckar Löwen holten den Zwei-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel in Montpellier auf und ließen sich im zweiten Durchgang den Einzug ins Halbfinale der Königsklasse nicht mehr nehmen.

Nach Anlaufschwierigkeiten kam der Bundesliga-Dritte immer besser ins Spiel und hielt die Franzosen um den ehemaligen Welthandballer Nikola Karabatic in Schach.

Nach 18 Minuten und einem 8:11-Rückstand standen die Löwen vor dem Aus, agierten zerfahren und mit vielen technischen Fehlern. (DATENCENTER: Champions League)

Im zweiten Abschnitt schafften die Gäste jedoch die Wende und gingen durch Linksaußen Uwe Gensheimer in der 35. Minute erstmals in Führung (18:17), die sie bis zum Ende ausbauten.

Starker HSV

Die Hamburger brauchten ebenfalls lange, um vor nur 1000 Zuschauern in Moskau ins Spiel zu finden.

Der Spitzenreiter der Bundesliga lag bereits mit acht Toren in Rückstand (7:15), ehe sich kurz vor der Pause die Wurfquote stabilisierte und das Spiel über den Kreis immer besser funktionierte. (STENOGRAMME: Viertelfinale)

Nach 45 Minuten erzielte Pascal Hens den 28:28-Ausgleich. Mit sechs Treffern hatte der Nationalspieler großen Anteil an der Aufholjagd der Hanseaten.

Bester HSV-Torschütze war allerdings der Kroate Domagoj Duvnjak, der siebenmal traf.

Kiel kann nachziehen

Am Sonntag haben noch der THW Kiel gegen den FC Barcelona (Hinspiel 25:27) und die SG Flensburg-Handewitt bei BM Ciudad Real (24:38) Chancen, ein rein deutsches Final-Four-Turnier komplett zu machen.

Vor allem die Flensburger dürften nach dem Heim-Debakel im Hinspiel allerdings auf verlorenem Posten stehen.

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