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Die Rhein-Neckar Löwen erreichten auch 2009 das Halbfinale der Champions League © imago

Erstmals stehen zwei deutsche Klubs im Final Four: Doch während Gudmundssons Team feiert, zeigt sich der HSV-Coach zerknirscht.

Hamburg - Gleich zwei deutsche Premieren in der Champions-League:

Der designierte deutsche Meister HSV Hamburg und die Rhein-Neckar Löwen haben sich einen Traum erfüllt und gehören zu den vier besten Teams der Königsklasse.

Beim Final-Four-Turnier in Köln kämpfen beide Klubs nun am 28. und 29. Mai um Europas Krone.

Für die große Überraschung sorgten dabei die Rhein-Neckar Löwen.

Große Überraschung durch die Löwen

Der Tabellendritte der Toyota HBL stand nach der 27:29-Heimpleite im Hinspiel gegen den Favoriten Montpellier HB schon vor dem Aus,

Durch einen 35:26 (15:17)-Erfolg in Frankreich schafften die Badener fast sensationell aber doch noch den Sprung ins Endturnier. (Spielbericht)

"Das war die beste Abwehrleistung in meiner Amtszeit", sagte Löwen-Trainer Gudmundur Gudmundsson hinterher. "Wir sind überglücklich."

Schlechter Start

Vor 9000 Zuschauern in der ausverkauften Arena in Montpellier erwischte sein Team allerdings einen schlechten Start. Die Löwen agierten zerfahren, offenbarten technische Fehler und standen nach 18 Minuten und einem 8:11-Rückstand bereits vor dem K.o..

Im zweiten Abschnitt schafften die Gäste dank einer starken Deckungsleistung und eines überragenden Torwarts Slawomir Szmal jedoch die Wende.

Linksaußen Uwe Gensheimer - mit zehn Toren erfolgreichster Werfer - brachte die Löwen in der 35. Minute erstmals in Führung (18:17), die sie bis zum Ende ausbauten.

Hens leitet HSV-Aufholjagd ein

Dem HSV wiederum genügte nach dem klaren Hinspielerfolg über Medwedi Moskau (38:24) in der russischen Hauptstadt ein 37:37 (14:19). (DATENCENTER: Champions League)

Der Bundesliga-Spitzenreiter lag bereits mit acht Toren in Rückstand, ehe Nationalspieler Pascal Hens mit sechs Treffern und der Kroate Domagoj Duvnjak (7) die Aufholjagd starteten.(STENOGRAMME: Viertelfinale)

Das 14-Tore Polster war wohl zu groß, die Beine und Köpfe zu langsam:

Schwalbs Pausen-Ansprache zeigt Wirkung

"Vielleicht haben wir uns nach dem Hinspiel ein wenig zu sicher gefühlt. In ersten Hälfte haben wir es nicht gut gemacht", sagte Martin Schwalb. "Nach der Pause hat das Team deutlich mehr Tempo gemacht. Jetzt freuen wir uns auf das Final Four in Köln."

Der HSV-Coach hatte seine Jungs mit einer Pausen-Ansprache wachgerüttelt und sie sogar fünf Minuten vor Wiederanspfiff wieder auf das Parkett geschickt.

Dennoch zeigte er sich nicht wirklich zufrieden: "Wir haben viel zu viele Tore gekriegt und unsere Torhüter im Stich gelassen."

Beide Keeper stehen neben sich

Bitter und Sandström hielten zusammen gerade einmal vier Bälle.

Für das Final Four muss vor allem die Abwehrleistung über 60 Minuten mit vollstem Einsatz geführt werden.

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