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Guillaume Gille spielt mit seinem Bruder Bertrand seit 2002 beim HSV Handball © getty

Meister Hamburg sprüht vor dem Knaller gegen Ciudad Real vor Elan und Selbstvertrauen. "Alle sind fit und heiß", sagt Schwalb.

Aus Köln berichtet Julian Meißner

Köln - Fußball. Auch am Tag vor dem Champions-League-Halbfinale weicht Meister Hamburg nicht von seinen Ritualen ab.

Nach kurzem Warmlaufen bestimmt erst einmal der große Ball das Geschehen in der fast menschenleeren Lanxess-Arena von Köln, wo sich ab Samstag die vier besten Klubmannschaften des Planeten messen.

Während Techniker letzte Kabel verlegen und Tische festschrauben, kicken Pascal Hens, Johannes Bitter und Co. in bester Stimmung und bereiten sich dann schließlich doch mit dem harzigen Leder auf den Vergleich mit Ciudad Real (Sa., ab 18 Uhr LIVESCORES) vor.

"Wir sind stolz"

Auch, dass die Einheit eigentlich nur eine Viertelstunde öffentlich sein soll, kümmert niemanden so richtig ? neue Gelassenheit hat Einzug erhalten beim HSV nach dem so lange ersehnten Titelgewinn in der Toyota HBL.

"Wir sind sehr stolz darauf, das erste Mal dabei zu sein", sagt Meistertrainer Martin Schwalb über die Teilnahme am Final Four der Königsklasse, das zum zweiten Mal in der Rhein-Metropole ausgetragen wird.

"Alle sind fit und heiß"

Doch Dabeisein ist noch lange nicht alles. "Hauptziel war die deutsche Meisterschaft", so Schwalb, der nach der Saison in die Chefetage der Hamburger wechselt: "Aber wir werden jedes einzelne Prozent geben, das wir in unseren Körpern haben, weil wir um einen großen Titel spielen. Wenn wir die richtige Tagesform erwischen, können wir den Pott holen."

Die personellen Voraussetzungen sind geschaffen: "Alle sind fit und heiß", sagt Schwalb, auch der zuletzt angeschlagene Kreisläufer Bertrand Gille ist einsatzfähig.

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Gille nennt es die "Monsteraufgabe"

Dass es ausgerechnet gegen Ciudad Real geht, dürfte für einen Schuss Extra-Motivation sorgen: In den vergangenen drei Jahren war gegen den Titelträger von 2006, 2008 und 2009 in der Königsklasse jeweils Endstation für die Hanseaten.

"Wir hatten mit Ciudad in der Vergangenheit ein paar lustige Spiele", sagt Schwalb schmunzelnd. Er selbst geriet immer wieder mit dem gegnerischen Coach Talant Duschebajew aneinander.

Etwas anders formuliert es sein Kapitän. Guillaume Gille spricht von einer "Monsteraufgabe".

Die Serie spricht für die Löwen

Die erwartet zuvor auch die Rhein-Neckar Löwen gegen den FC Barcelona (Sa., ab 15.15 Uhr LIVESCORES).

Der Rekordtitelträger aus Katalonien hat sich mit der souveränen Performance gegen den THW Kiel im Viertelfinale zum Topkandidaten auf den Titel aufgeschwungen.

Die Löwen ziehen ihre Hoffnungen aus der Serie gegen spanische Teams: In sieben Europacup-Begegnungen mit Mannschaften von der iberischen Halbinsel haben die Badener noch nie verloren.

Zudem stürmte man beim 31:30 in der Gruppenphase im ersten Spiel unter Gudmundur Gudmundsson den Palau Blaugrana.

Nur kleine Personalsorgen

Bjarte Myrhol fasste zusammen: "Barcelona ist Favorit, aber wir träumen trotzdem vom Titel."

Auch die Löwen haben zumindest keine ernsten Personalsorgen. Außer dem Langzeitverletzten Michael Müller sind alle Spieler dabei, Börge Lund (Rücken), Ivan Cupic (Rippen) jedoch angeschlagen.

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